Altes Ägypten: Entdeckung eines riesenhaften Pharao

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Mythen und Geschichten über Riesen gibt es seit Jahrtausenden in den verschiedensten Kulturen. Es gibt und gab aber durchaus Menschen, die diese Bezeichnung verdient haben.

Und nun wurde vielleicht sogar der erste nachweisliche „Riese“ gefunden. Er hieß Sa-Nakht, lebte vor rund 4700 Jahren und war ein ägyptischer Pharao.

Das ergab laut „Live Science“ die Untersuchung eines Skeletts, das man 1901 in einem Grab bei Bait Challaf in Ägypten fand. Die Knochen stammen wahrscheinlich von Sa-Nakht, einem Pharao der 3. Dynastie (2700 bis 2620 von Christus).

Er soll feindlich gesinnte Beduinen vertrieben und Türkis als Rohstoff beschafft haben: Recht viel mehr ist über die Regierungszeit des ägyptischen Pharaos Sa-Nakht aus der Zeit zwischen 2690 und 2670 v. Chr. nicht bekannt.

Die verantwortlichen Wissenschaftler stellten fest, dass der Pharao 1,987 Meter groß war (Zwergen, Menschen und Riesen: Theorie der drei menschlichen Spezies der Urzeit (Video)).

Michael Habicht, ein Ägyptologe am Institut für Evolutionsmedizin der Universität Zürich, erklärte, dass bisherige Analysen ägyptischer Mumien ergaben, dass Männer zu dieser Zeit durchschnittlich nur 1,70 Meter groß waren. Insofern kann man Sa-Nakht durchaus als Riese bezeichnen.

Michael Habicht und seine Kollegen konnten bei der Analyse an den Knochen von Sa-Nakht ein „üppiges Wachstum“ feststellen. Und das sind „deutliche Zeichen für Gigantismus“, sagte Habicht.

Aber was war für seine überdurchschnittliche Größe verantwortlich? Häufig wird Gigantismus durch einen Tumor in der Hypophyse (das ist eine Hormondrüse, die eine zentrale Rolle bei der Regulation des Hormonsystems im Körper spielt) verursacht. Dieser kann zu einer vermehrten Produktion des Wachstumshormons Somatropin führen.

Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es sich hier um den ältesten belegten Fall von Gigantismus handelt. Somit ist der ägyptische Pharao Sa-Nakht wahrscheinlich der älteste Riese der Geschichte. Zumindest bis weitere Forschungsergebnisse etwas anderes ergeben.

Die Studie wurde in der August-Ausgabe des Fachmagazins „The Lancet Diabetes & Endocrinology“ veröffentlicht.

Ein weiterer Fall von Riesenwuchs betrifft die Überreste einer Person, die zwischen 11 500 bis 9500 vor heute auf dem Gebiet des US-Bundestaats New Mexico lebte. Allerdings litt dieser Mensch unter Akromegalie. Bei dieser Krankheit wächst nämlich nicht der komplette Körper überproportional, sondern nur die Extremitäten und vorspringende Teile des Körpers wie Nase, Ohren und Genitalien. Auch hier ist Somatropin beteiligt.

Wie Gigantismus wird Akromegalie ursprünglich überwiegend durch einen Tumor ausgelöst, der in einem Teil der Hirnanhangsdrüse sitzt und die Produktion des Wachstumshormons anregt.

 

Literatur:

Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde? von Thomas A. Anderson

Das verschollene Wissen der Vorzeit: Neue Betrachtungen zu einer verbotenen Archäologie von Kreisberg. Glenn (2011) Gebundene Ausgabe

DIE ANUNNAKI. Vergessene Schöpfer der Menschheit von Gerald R. Clark

Beitragsbild: PublicDomain/galileo.tv/spektrum.de

Quellen: PublicDomain/galileo.tv/spektrum.de am 11.08.2017