Bayerns Großstädte: Wie die Presse das Wahlergebnis massiv zugunsten der Grünen verfälscht

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Foto: Schreenshot

Seit Tagen kennt der Jubel in der Presse keine Grenzen mehr: In allen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern seien die Grünen in Bayern nun stärkste Kraft, freuen sich die Journalisten. Doch das ist eine glatte Medien-Lüge, denn Tatsache ist: Außer in München erreichte die CSU in allen bayerischen Großstädten – zum Teil mit großem Abstand – die meisten Stimmen.

Ursprung des Fakes ist das ZDF. Der Sender verbreitete eine Grafik, die das behauptete. Ohne kenntlich zu machen, dass die Zahlen auf einer Nachwahlbefragung beruhten, setzte er die Falschmeldung in die Welt. Fast alle Zeitungen und Sender übernahmen das, ohne selbst zu recherchieren. Seitdem heißt es allerorten: Die Grünen eroberten alle bayerischen Großstädte. Doch das ist komplett falsch. In Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg landete die CSU mit 35,0 vor den Grünen mit 20,8 Prozent. Und auch in der drittgrößten Metropole, Augsburg, lag die CSU fast acht Prozentpunkte vor den Grünen. In Ingolstadt waren es sogar 19,7 Prozent.

Insgesamt zeigen die Wahlergebnisse, dass sich die CSU in sieben von acht Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern als stärkste Kraft behaupten konnte. Lediglich im bisher roten München lösten die Grünen die SPD als erste Partei ab. Hier erreichte die Öko-Partei 30,3 Prozent der Stimmen, die CSU 25,2 Prozent.

Außerhalb Münchens gelang es den Grünen lediglich in Würzburg ein Direktmandat zu holen. In der gesamten Stadt aber landete die CSU mit 30,4 Prozent vor den Grünen (29,4). Und selbst in den Universitätsstädten Erlangen (CSU-Vorsprung: 4,8 Prozent) und Regensburg (+ 5,2) setzte sich jeweils die CSU durch. Dasselbe gilt für Fürth (+13,4) . Mehr Großstädte hat Bayern nicht. All das ist nicht schwer zu recherchieren. Jouwatch hat es getan, die anderen wollten oder konnten nicht.

Von der Medienlüge der grünen Hochburgen in den Großstädten bleibt letztendlich die Landeshauptstadt übrig. Die Meldung trifft also sieben Mal nicht zu – und nur im Fall München war sie richtig. Dennoch haben weder das ZDF noch die anderen Medien den Fake bisher richtig gestellt. Es bleibt den Menschen selbst überlassen, die Wahlergebnisse in den Städten nachzulesen. Das zeigt, wie sehr inzwischen Wunschdenken in den Redaktionsstuben die Realität überdeckt.

Insgesamt wirft die Geschichte bei den massiven Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen auch Zweifel an den Nachwahlbefragungen allgemein auf. Auch die sogenannten Wählerwanderungen beruhen darauf. Doch wie seriös sind sie, wenn schon in Ingolstadt ein Grünen-Sieg verkündet wird, während in Wirklichkeit die CSU einen Vorsprung von fast 20 Prozentpunkten erzielte?

Journalisten stellen Wahlergebnisse so verfälscht dar, wie es ihrem Wunschdenken entspricht. Auch dass die landesweiten Grünen-Zugewinne von 8,9 Punkten nicht einmal die Verluste der SPD von 10,9 auffangen konnten, liest man nur äußerst selten. Denn das würde die Wahrheit verdeutlichen: Das linke Lager hat bei der Bayern-Wahl auf niedrigem Niveau erneut verloren. Lediglich 27,2 Prozent der Bayern wählten SPD und Grüne – suggeriert wird aber das Gegenteil (Jouwatch berichtete). (WS)

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