Ein Jahr nach Köln: Jeder zweite Deutsche sieht schwarz

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© AFP 2016/ DPA/Markus Boehm
Ein Jahr nach den sexuellen Übergriffen in Köln glaubt fast die Hälfte der Deutschen, dass die Situation um die Einwanderer in der Bundesrepublik schlechter geworden ist. In mehreren Nachbarstaaten liegt der Anteil der „Schwarzseher“ noch höher.
Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Sputnik wollen 45 Prozent der Bundesbürger eine Verschlechterung der Situation mit den Einwanderern in ihrem Land festgestellt haben. Ein Drittel (34 Prozent) sieht überhaupt keine Veränderung.

Einige Nachbarn sehen die Situation jedoch noch schlimmer: In Italien (79%), Frankreich (67%) und Großbritannien (53%) dominiert der Eindruck, dass es um die Einwanderung schlimmer bestellt sei als noch vor einem Jahr. Weitere 16, 21 bzw. 31 Prozent sehen dort keine Veränderung.

Etwa 16 Prozent der Deutschen glauben wiederum, dass die Situation seit der Kölner Nacht sogar besser geworden sei. In Italien teilen nur zwei Prozent der Befragten diese Meinung. In Frankreich, Spanien, Großbritannien — jeweils sieben Prozent.

In Deutschland sprachen vor allem Anhänger eher rechter Parteien von einer Verschlechterung. Auffällig ist eine hohe Diskrepanz zwischen der Bundeshauptstadt und einzelnen Bundesländern: In Berlin sehen „nur“ 29 Prozent der Befragten eine Verschlechterung, in Brandenburg etwa sind es ganze 50 Prozent.

Das Meinungsforschungsinstitut Ifop hat im Auftrag von Sputnik vom 22. bis 26. Oktober dieses Jahres in den sieben Staaten insgesamt 7.043 Menschen über 18 Jahre befragt.

Quelle: https://de.sputniknews.com/