Erdogan wirft Washington IS-Finanzierung in Syrien vor

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA der finanziellen Unterstützung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) und der Nichterfüllung der Versprechen gegenüber Ankara beschuldigt.

„Die USA haben uns sehr enttäuscht. Sie haben gesagt, sie kämpfen gegen den IS. Und was haben sie dann getan?“, sagte Erdogan bei seinem Auftritt vor den Vorsitzenden der regionalen Abteilungen der Regierungspartei „Recht und Gerechtigkeit“ in Ankara. „Sie haben dem IS einen Haufen Dollar gegeben.“

Ankara wolle mit Washington bei Afrin (Gouvernement im Nordwesten von Syrien) nicht kooperieren, weil die USA die gegenseitigen Vereinbarungen – in Manbidsch, in Rakka – stets verletzt hätten, so der türkische Staatschef weiter.„Als wir vorschlugen, dort zusammenzuarbeiten, versprachen sie, dass dort kein einziges PYD-Mitglied (Selbstverteidigungskräfte der syrischen Kurden – Anm. d. Red.) bleiben wird, keine Sorge. Sie hielten ihr Wort nicht.“

Mit der neuen Regierung habe sich in den USA nichts geändert, betonte Erdogan. Ihm zufolge fragen sich die türkischen Bürger, was die USA überhaupt in Syrien machen. Das Land sei 12.000 Kilometer von Syrien entfernt, habe dort aber gleich elf Militärstützpunkte. „Mit welchem Ziel kommen sie dorthin?“, fuhr Erdogan fort. „Wenn wir Nato-Mitglieder sind, heißt das noch lange nicht, dass wir sie (die USA – Anm. d. Red.) nicht auf ihre Fehler aufmerksam machen dürfen“, so der türkische Präsident abschließend.

Beitragsbild: © AP Photo/

Quelle: https://de.sputniknews.com/politik/20171117318331732-erdogan-usa-is-finanzierung-vorwurf/