EU-Marinemission „Sophia“ – Neue Strategie gesucht

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© REUTERS / Hermine Poschmann/ Misson-Lifeline/ Handout

Die EU-Marinemission „Sophia“ kann vorerst bis Ende August weiterlaufen. Nach der Drohung der italienischen Regierung, die Häfen des Landes für Schiffe des EU-Einsatzes mit im Mittelmeer geretteten Migranten zu schließen, wird die Mission fortgeführt.

Vertreter der EU-Mitglieder haben sich darauf geeinigt, im Laufe der nächsten fünf Wochen einen neue Strategie zum Umgang mit geretteten Flüchtlingen zu vereinbaren. Dies geschah nun nachdem Rom gedroht hatte, seine Häfen für Schiffe der EU-Marinemission „Sophia“, an der auch die deutsche Bundeswehr beteiligt ist, zu schließen. Rom habe mit seinen Warnungen eine Überprüfung der Mission vor der libyschen Küste erzwungen.

Der Einsatz werde aber vorerst bis Ende August fortgeführt, erfuhr die Agentur AFP am Freitag nach einem Krisentreffen aus EU-Kreisen.

Mehrere Diplomaten hätten einen Bericht des „Spiegels“ zurückgewiesen, wonach die Mission vorerst gestoppt worden sein soll. Richtig sei aber, dass der Kommandant des Einsatzes die Schiffe zunächst in die Häfen zurückbeordert habe, so ein Ländervertreter.

Was für eine neue Strategie am Ende der Überprüfung der Mission verabschiedet werden könnte, steht noch offen. Denkbar sei, dass während der Operation gerettete Flüchtlinge künftig in der EU verteilt werden, so das „Tagesschau“-Portal unter Berufung auf EU-Kreise.

Zuvor war berichtet worden, dass Deutschland die Aufnahme von 50 der am 14. Juli vor Italien geretteten Migranten zugesagt hatte. Insgesamt wurden damals 450 in einem Holzboot sitzende Flüchtlinge von zwei Schiffen der EU-Grenzschutzbehörde Frontex im Mittelmeer gerettet. Laut Medien hatte es das von Libyen gestartete Wasserfahrzeug bis vor die italienische Küste geschafft.

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