Experten warnen: Ölpreis könnte bald bei 100 Dollar stehen

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© AP Photo / Eric Gay

Der US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran könnte die Barrel-Preise weiter in die Höhe treiben, wie aus der jüngsten Prognose des französischen Ölkonzerns Total hervorgeht.

Der Ölpreis könnte demnach schon bald den Stand von 100 US-Dollar je Barrel erreichen.

„Was derzeit offensichtlich ist, ist die Nachfrage auf dem Markt nach weiteren 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Die OPEC-Länder und die Nicht-OPEC-Mitglieder Russland und Saudi-Arabien haben zwar wirkungsvolle Abkommen geschlossen… Aber dazu gibt es auch den geopolitischen Aspekt“, sagte Total-Chef Patrick Pouyanné in seiner Rede im Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS) in Washington.

Die US-Handlungen gegenüber dem Iran stimulieren den Preisanstieg, hieß es weiter. „Ich bin nicht überrascht, wenn in den kommenden Monaten die Preise für ein Barrel Öl 100 US-Dollar erreichen werden“, so Pouyanné.

Am 8. Mai hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass sich die USA aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran zurückziehen würden. Darüber hinaus hatte der amerikanische Staatschef erklärt, die USA würden alle Sanktionen gegen den Iran reaktivieren, die nach der Unterzeichnung des Abkommens aufgehoben worden seien.

Die 5+1 Staaten (die UN-Vetostaaten und Deutschland) und der Iran hatten 2015 ein historisches Abkommen über die Beilegung des jahrelangen Problems des iranischen Atomprogramms erzielt. Die Parteien hatte den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan – Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) – beschlossen, dessen Erfüllung die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, der USA und der EU gegen den Iran aufheben soll.

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