Gewaltiges 8.3 Erdbeben erschüttert Chile: Pazifikweite Tsunamiwarnung

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Ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 8,3 (USGS) ereignete sich um 0.54 Uhr MESZ. Das Epizentrum lag vor der Küste der Region Coquimbo im Zentrum des Landes.  Bis nach Sao Paulo (Brasilien) und Buenos Aires (Argentinien) war das Erdbeben spürbar. Ein Tsunami mit einer Höhe von 4,5 Metern hat die Küste bereits getroffen und Error, group does not exist! Check your syntax! (ID: 3)teils schwere Schäden angerichtet.

Der Bürgermeister von Illapel (Coquimbo) berichtet von „totalem Chaos“. Mindestens sechs Menschen sind durch das Erdbeben ums Leben gekommen. Zwei Personen wurden von herabfallenden Trümmern in Illapel erschlagen, eine starb durch einen Steinschlag, drei starben an

Herzinfarkten.

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(Screenshot)

 

Mindestens 30 Personen wurden verletzt, 7 davon schwer. Eine Person gilt infolge des Tsunamis zur Zeit als vermisst. Das Erdbeben selbst brachte an vielen Orten Gebäude zum Einsturz. Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom. Zudem führten dutzende Erdrutsche zur Schließung von wichtigen Straßen.

https://youtu.be/1CFa1oRonp8

 

Auch in Teilen von Argentinien, vor allem in der Provinz San Juan, war das Erdbeben noch so intensiv, dass Häuser zusammenbrachen. Auch in Mendoza stürzten drei Gebäude ein. Vor allem die chilenischen Städte Illapel, wo mehrere alte Gebäude im Stadtzentrum zusammenbrachen, und La Serena war auch betroffen.

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(Screenshot)

Der Flugverkehr am Hauptstadtflughafen Santiago wurde nach dem Erdbeben eingestellt. Der Tsunami hat bereits kurz nach dem Erdbeben die Küste erreicht. Insgesamt sind zur Zeit etwa eine Million Menschen evakuiert worden. Auf Bildern die über Twitter verbreitet werden, sind überschwemmte Straßen und Trümmer im Wasser zu sehen. Stellenweise überflutete der Tsunami ganze Orte, so wie die Hafenstadt Tongoy. Diese befindet sich auf einer Landbrücke und bildet eine der Küste vorgelagerte Halbinsel.

https://youtu.be/mDgFLrkED58

 

In der Stadt Avenida Del Mar drang der Tsunami bis 450 Meter landeinwärts vor. Auch hier wurden viele Gebäude überschwemmt. Betroffen war ebenfalls die Innenstadt von Coquimbo, die mit La Serena eines der größten Ballungszentren des Landes darstellt.

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(Screenshot)

Eine Tsunamiwarnung wurde für weite Teile des Pazifiks herausgegeben, u.a. für Hawaii und Neuseeland. Die Behörden in Tahiti warnten vor einem Tsunami mit 3 Meter Höhe. Dies Warnung wurde kurze Zeit später wieder aufgehoben. Ganz Französisch-Polynesien gilt als gefährdet, da dort meterhohe Wellen erwartet werden.

https://youtu.be/r1M6Tl9bG5g

Behörden riefen dazu auf, Strände zu meiden und mit kleinen Booten im Hafen zu bleiben. Evakuierungen gab es nicht. Für Hawaii besteht weiterhin eine Tsunami Advisory, die vom Pacific Tsunami Warning Center herausgegeben wurde. Bewohner sollen auch hier Strände und Aufenthalt im Meer meiden.

https://youtu.be/HaE4xEqWLr0

 

Nach dem Erdbeben wurde die Alarmstufe des Vulkans Copahue in der Chilenischen Region Bio-Bio auf Gelb angehoben. Die Behörden registrierten unmittelbar nach dem Erdbeben acht vulkanische Erdbeben unterhalb des Vulkans. Man wolle die Überwachung des Vulkans intensivieren. Umliegende Gemeinden wurden zur Wachsamkeit aufgerufen.

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Der Vulkan Copahue 700 km südlich vom Epizentrum an der Grenze zu Argentinien brach zuletzt im vergangenen Jahr aus.


Über 50 spürbare Nachbeben wurden seit dem Hauptbeben um 00.54 Uhr MESZ registriert. Darunter zwei schwere Erdbeben mit Magnitude 7.0 und 6.7, infolge deren es kurzzeitig neue Tsunami-Sorgen gab. Weitere schwere Nachbeben sind in den nächsten Tagen wahrscheinlich. Die Regierung rief die Bevölkerung auf, Strände um Küsten zu meiden, auch wenn die Tsunamiwarnung für Chile bereits aufgehoben wurde. Alte und beschädigte Gebäude sollen nicht betreten werden.

Die Übersicht der europäischen Erdbebenbehörde EMSC zeigt nach vor dem 8.3 in 30 Kilometern Tiefe zahlreiche Nachbeben oder einzelne Erdstöße ab 5.0 in der Magnitude. Darunter ein 5.0 in nur 2 Kilometern Tiefe in der östlichen Ägäis.

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Literatur:

Die Erde hat ein Leck: Und andere rätselhafte Phänomene unseres Planeten von Axel Bojanowski

Im Fokus: Naturkatastrophen: Zerstörerische Gewalten und tickende Zeitbomben (Naturwissenschaften im Fokus) (German Edition) von Nadja Podbregar

Unruhige Erde

Naturgewalten. Vulkane, Erdbeben, Wetterextreme von Robert Dinwiddie

Erdbeben in Los Angeles

Quellen: PublicDomain/GoogleMaps/EMSC/juskis-erdbebennews.de vom 17.09.2015