Grazer Kita verlegt wegen Ramadan Feste

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Symbolbild

Mit pädagogischem Übereifer sagte die Leiterin eines städtischen Kindergartens in Graz wegen des am Error, group does not exist! Check your syntax! (ID: 3)6. Juni beginnenden Ramadans gleich mehrere westliche Feste ab – aus Rücksicht auf

Muslime.

 

Betroffen von der Entscheidung war das traditionelle Frühstück am Vatertag (Christi Himmelfahrt), in diesem Jahr am 5. Mai (Do.) und das traditionelle Frühstück am Muttertag, 8. Mai (So.). Auch das geplante große Sommerfest wurde verschoben, da zu diesem Zeitpunkt (Ende Juni) noch Ramadan ist.

 

 

Dies ging aus einem Info-Blatt des Kindergartens an die Eltern der Kinder hervor, welches der berichtenden "Krone" vorliegt. Als die Redaktion der Zeitung die Kindergartenleiterin Sabine Ornigg damit konfrontiert, rudert sie zurück: "Wir haben uns in der Zwischenzeit entschlossen, das Muttertags- und Vatertagsfrühstück doch zu machen. Das Sommerfest wird wegen des Ramadan auf 3. Juni vorverlegt. Viele muslimische Kinder hätten sonst nicht kommen können", so die Pädagogin.

Integration heißt auch verstehen

Der Grazer FPÖ-Chef Mario Eustacchio sieht das so: "Hier wurde ein völlig falsches Signal ausgesandt. Es ist auch wichtig für die Integration, dass ausländische Kinder wissen, warum wir hier in Österreich welche Feste feiern."

Einen Rüffel gab es dann auch gleich noch vom für städtische Kindergärten zuständigen VP-Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner: "Dass in Graz traditionelle österreichische Feste, wie hier eines zum Muttertag, einfach abgesagt werden, das ist für mich überhaupt nicht akzeptabel. Die Leiterinnen der städtischen Kindergärten werden von mir diesbezüglich noch einmal klar und deutlich instruiert."

Hintergrund Migrationsquote

Die Absage von Vater- und Muttertagsfesten ist die eine Sache, zumal die Termine vier Wochen vor dem Ramadanbeginn am 6. Juni sind. 

Die andere Sache ist das Sommerfest. In diesem Fall ist die verzwickte Situation der Kindergartenleiterin nachvollziehbar, wenn auch ihre Vorgehensweise fraglich bleibt.

Der Kindergarten Andersengasse in Graz hat einen Anteil von 80 Prozent Kindern mit Migrationshintergrund, wovon weit mehr als die Hälfte muslimische Kinder sind.