Chronische Erkrankungen und Krebs

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Die Complementärmedizin rückt das Immunsystem in den Mittelpunkt. Hochheim – Noch immer ruft die Diagnose einer chronischen Erkrankung Verzweiflung hervor, heißt es doch häufig „damit müssen Sie nun leben“. Da schulmedizinische Behandlungsweisen oftmals höchstens die auftretenden Symptome lindern können, wenden sich Patienten zunehmend ganzheitlichen Therapien zu, sei es als begleitende Maßnahme oder zur wichtigen Vor- und Nachsorge, mitunter auch um die verlorene Hoffnung durch einen neuen Weg zurück zu gewinnen.

In der complementärmedizinischen Therapie chronischer Erkrankungen wird großes Gewicht auf die psychologische Betreuung und den Aufbau des geschwächten Immunsystems gelegt, damit die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und unterstützt werden können. Denn ein intaktes Immunsystem ist die Basis der Gesundheit. Es wirkt sich auf alle Bereiche des menschlichen Körpers aus und wird wiederum durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Hier scheinen Complementärmedizin und Schulmedizin (hier im Besonderen die Psycho-Neuro-Immunologie) trotz aller sonstigen diametral angeordneten Ansichten einig zu sein.
Ist das Immunsystem geschwächt, wird Krankheiten der Weg geebnet; bleibt dieser Zustand über längere Zeiträume erhalten, sind chronische Erkrankungen nahezu vorprogrammiert. Hierzu gehört neben generellen Immunschwächen und rheumatischen Erkrankungen auch Krebs.
„Das Immunsystem des menschlichen Organismus stärken, Krankheiten vorbeugen und die Gesundheit, d. h. den Zustand des vollkommenen körperlichen und geistigen Wohlbefindens, für möglichst lange Zeit stabilisieren – das ist das Primärziel der Complementärmedizin.“, dies bringt Dr. med. Manfred Minzlaff in CO’MED 05/05 auf den Punkt. Und weiter schreibt er: „Eine ganzheitliche Behandlung stärkt immer auch das Immunsystem und spricht der regelmäßigen Entgiftung in Form von Kuren große Bedeutung zu – sei es zur Vorsorge, Nachsorge oder auf die Jahreszeiten abgestimmt.“ Hier wird deutlich, dass in der Complementärmedizin besonders die Prävention groß geschrieben wird.

Entgiftung und Immunmodulation
Auch Oliver Ploss betont die wichtige Rolle des Immunsystems in CO’MED 10/06: „Aus dem interstitiellem Raum entspringt das lymphatische System, dessen Aufgabe [darin] besteht, Stoffwechselprodukte und immunkompetente Zellen zu transportieren. Um dieses funktionierende System aufrecht zu erhalten, sind eine ausreichende Zufuhr an Nährstoffen, v. a. über die Nahrungsaufnahme notwendig, sowie funktionierende Ausleitungsmechanismen. Hierbei spielen vor allem die klassischen Ausleitungsorgane Haut, Leber, Lunge, Niere und Darm die Hauptrolle. Kommt es zu einem Ungleichgewicht, wobei die Zufuhr von Stoffen die Verstoffwechslungs- und Ausscheidungskapazität überfordert, lagern sich entsprechende Stoffwechselendprodukte (z. B. Erregertoxine) auch im Bereich des Bindegewebes ab.
Verschiedene naturheilkundliche Therapieverfahren, z. B. Homöopathie, Isopathie (Nosoden) und Komplexhomöopathie, bewirken nach einem unspezifischen Reiz eine Gegenregulation des Gesamtorganismus und mobilisieren und verstärken dadurch die Selbstheilungskräfte des Grundsystems. (…) Eine Entgiftungstherapie des Grundsystems stellt auch gleichzeitig eine immunmodulatorische Therapie, auch bei Autoaggressionskrankheiten, dar.

Antioxidanzien, Polyphenole & Co.
In der Regel kann der Bedarf an Mikronährstoffen, die einen intakten Stoffwechsel und damit eine gute Immunität gewährleisten, über eine gesunde und ausgewogene Ernährung gedeckt werden. Dennoch: „Besonders im Winter und Frühjahr, aber auch in akuten oder chronischen Stresssituationen reicht eine gesunde Ernährung nicht aus, um den Körper mit allen versorgenden Vitaminen, Spurenelementen etc. zu versorgen. Hier lohnt es sich, auf die orthomolekulare Medizin zurückzugreifen. (…) Der Nobelpreisträger Prof. Linus Pauling definiert die orthomolekulare Medizin als die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Organismus enthalten und für die Gesunderhaltung verantwortlich sind. Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Antioxidanzien, Enzyme werden zugeführt, damit sie dort in richtiger Konzentration vorhanden sind, wo sie benötigt werden. Der Bedarf an Nähr- bzw. Vitalstoffen ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Dr. Minzlaff betont in seinem Artikel: „Wir legen hierbei besonderen Wert auf Antioxidanzien und Enzyme, die positiven Einfluss auf die Freien Radikale haben, die bei der Entstehung vieler Krankheiten entscheidend mitwirken.“

Misteltherapie
Neben den Mikronährstoffen, die in der orthomolekularen Medizin zum Einsatz kommen, hält auch die Phytotherapie zahlreiche Heilpflanzen für die immunmodulatorische Therapie bereit. In der begleitenden Krebstherapie zum Beispiel spielt die Mistel eine Vorreiterrolle. Hier verweisen wir auf entsprechende Artikel im CO’MED Fachmagazin (u. a. Nr. 8/05 „Chemotherapie mit begleitender Misteltherapie“) und den Beitrag „Was leistet die Mistel in der Krebstherapie?“ in der Ausgabe Nr. 1/07 unserer Endverbraucher-Zeitschrift „Lebens(t)räume“.

Psychohygiene
Bedeutsam für das Immunsystem kann auch die Auseinandersetzung mit psychischen Inhalten sein. Denn eine sich selbst ablehnende innere Haltung, damit verborgene Glaubenssätze, Selbstboykott und überholte zerstörerische Verhaltensmuster schwächen die natürlichen Abwehrkräfte. Besonders Autoimmunerkrankungen liegt häufig ein ungelöster innerer Konflikt zu Grunde. Erhält die Psyche eine begleitende therapeutische Unterstützung, greifen medizinische Mittel im Allgemeinen wesentlich besser. Der Heilungsprozess findet dann auf allen Ebenen statt.

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