Friedensprozesse: Frauen spielen große Rolle

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Konflikte führten zu vollkommen verändertem Rollenverständnis

Berlin – Frauen werden in Kriegssituationen in die Opferrolle gezwängt. In ihrer Studie “Frauen als Akteurinnen in Friedensprozessen” untersuchten Jana Arloth und Frauke Seidensticker, wie aktiv Frauen bei Friedensmaßnahmen nach Kriegszuständen agieren. Die Forscherinnen wollten wissen, ob kostenspielige internationale Friedensmaßnahmen die Lebenssituation von Frauen in Kriegsgebieten überhaupt ändern.

Arloth und Seidensticker sahen zwar Defizite, aber auch positive Veränderungen in der Praxis der Friedensmissionen. Eine zentrale Forderung der Studie: Eine Veränderung von Männlichkeitskonzepten gelingt nur mit Männern. Einige Konflikte führten zu einem vollkommen veränderten Rollenverständnis.

Haushaltsvorstand, Geldverdienerin und Beschützerin
“Viele Frauen übernehmen in Kriegssituationen völlig veränderte Rollen als Haushaltsvorstand, Geldverdienerin und Beschützerin. Die Herausforderung ist es, diese Veränderung emanzipatorisch zu nutzen, wenn wieder Frieden einkehrt”, sagt Seidensticker im Gespräch mit uns. Und nur in Kooperation mit den Männern könnten die bannbrechenden Veränderungen auch in Friedenszeiten zugunsten beider Geschlechter funktionieren.

Die Politik habe die Frau als Handelnde in Friedensprozessen erst in den letzten Jahren deutlicher wahrgenommen, betont Seidensticker. “Erst mit dieser Wahrnehmung wird eine Politik eingeleitet, die eine Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen selbstverständlich findet”, sagt die Friedensforscherin. Wesentlich sei, dass diese Rolle überhaupt zum Tragen kommen könne. Erst dann könnten Friedensprozesse beiden Geschlechtern gerecht werden. (Ende)

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