Tägliches Aspirin kann Krebs verhindern

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Bei regelmäßiger Einnahme tritt Schutz früher ein als angenommen

Oxford – Eine niedrige Dosis Aspirin täglich kann Krebs verhindern und vielleicht sogar zur Behandlung eingesetzt werden. Drei neue Studien in The Lancet http://thelancet.com liefern weitere Beweise für die Wirkung dieses Medikaments gegen Krebs. Viele Menschen nehmen bereits täglich Aspirin für das Herz ein. Experten wie Peter Johnson von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org warnen jedoch, dass es immer noch nicht genug Beweise für die Prävention und Behandlung von Krebs gibt. Auch die Nebenwirkungen seien beachtenswert.

Prävention gegen Herzkrankheiten

Peter Rothwell von der University of Oxford http://ox.ac.uk hatte gemeinsam mit seinem Team bereits Aspirin mit einem geringeren Risiko an bestimmten Krebsarten wie Darmkrebs zu erkranken, in Zusammenhang gebracht. Die früheren Studienergebnisse legten jedoch nahe, dass das Medikament für eine schützende Wirkung rund zehn Jahre lang eingenommen werden muss.

Jetzt gehen die Wissenschaftler davon aus, dass der Schutz bereits viel früher gegeben ist und zwar innerhalb von drei bis fünf Jahren. Diese Annahme basiert auf der Analyse von 51 Studien, an denen mehr als 77.000 Patienten teilgenommen haben. Aspirin scheint zuerst nicht nur das Risiko der Entstehung vieler verschiedener Krebsarten zu verringern, sondern auch die Ausbreitung im Körper zu stoppen.

Die Studien waren darauf ausgerichtet, den Einsatz von Aspirin mit keiner Behandlung zur Prävention von Herzerkrankungen zu vergleichen. Als die Wissenschaftler jedoch verglichen, wie viele der Teilnehmer an Krebs erkrankten und wie viele später an den Folgen ihrer Krankheit starben, wurde ein Zusammenhang mit der Einnahme von Aspirin sichtbar. Die tägliche Einnahme einer geringen Dosis, zwischen 75 und 300 Milligramm, schien nach nur drei Jahren die Anzahl der Krebserkrankungen um eine Viertel zu senken.

Metastasen-Wachstum eingedämmt

Neun von 1.000 Menschen in der Aspirin-Gruppe erkrankten. In der Kontrollgruppe waren es zwölf von 1.000 Menschen. Das Risiko an Krebs zu sterben, verringerte sich in fünf Jahren um 15 Prozent. Bei einer Dosierung über 300 Milligramm trat dieser Effekt bereits früher ein. Wurde das Medikament über einen längeren Zeitraum eingenommen, verringerte sich das Krebsrisiko nach fünf Jahren um 37 Prozent. Aspirin dürfte auch die Wahrscheinlichkeit von Metastasen verringern. Das gilt vor allem für Darmkrebs. In manchen Fällen sank das Risiko um die Hälfte.

Die Wissenschaftler schätzen, dass pro fünf Aspirin-Patienten bei einem die Metastasenbildung verhindert werden kann. Gleichzeitig verringert das Medikament das Risiko von Herzanfällen und Schlaganfällen. Das Risiko schwerer Blutungen stieg jedoch an. Dieses erhöhte Risiko bestand jedoch nur in den ersten Jahren der Einnahme und verringerte sich dann.

Kritiker zeigen auf, dass manche der Dosierungen in der Studie viel höher waren als die 75 Milligramm, die normalerweise in Großbritannien eingenommen werden. Einige sehr groß angelegte Studien aus Amerika wurden ebenfalls nicht berücksichtigt. Die Wissenschaftler räumen beide Punkte in den veröffentlichten Studien ein. (Ende)

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