Islands Hauptstadt beschließt Israel-Boykott – und knickt nach massivem Druck ein

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Isländische Flagge, Israelische Flagge (Collage) // CC-BY Wilhelm von Pax

Weltweit hat ein Beschluss der isländischen Hauptstadt Reykjavik für Furore gesorgt. Der Stadtrat hatte vergangene Woche beschlossen, keine Produkte aus israelischer Erzeugung mehr zu kaufen, aufgrund der israelischenError, group does not exist! Check your syntax! (ID: 3) Siedlungspolitik. Nach internationalem Druck wurde der Entschluss nun zurückgenommen.

„Die Stadt Reykjavik will keine Produkte mehr kaufen, die in

Israel hergestellt wurden. Wie die Zeitung »Iceland Mag« am Mittwoch berichtete, entschied der Stadtrat der isländischen Hauptstadt am Dienstag, israelische Produkte so lange zu boykottieren, wie die israelische Besatzung palästinensischer Gebiete anhalte. In einer Erklärung wurde die »israelische Apartheidpolitik« verurteilt und das Recht der Palästinenser auf Unabhängigkeit betont.

Der Beschluss stieß in Israel und bei jüdischen Organisationen auf scharfe Kritik. Der European Jewish Congress (EJC) berät derzeit über mögliche juristische Schritte. Moshe Kantor, Präsident des EJC, sagte: »Dies ist eindeutig ein Schritt der Diskriminierung.« Unter Umständen verletzte die Entscheidung des Stadtrates internationales Recht. »Wieder sehen wir, dass ausgerechnet eine einzige Nation einem Boykott und Bann unterliegt. Wir würden diejenigen, die diesen Boykott beschlossen haben, gerne fragen, ob es zufällig ist, dass diese Nation ausgerechnet der einzige jüdische Staat der Welt ist«, sagte Kantor weiter. Auch das israelische Außenministerium verurteilte den Beschluss. Laut »Times of Israel« hieß es in einem entsprechenden Statement: »Ohne jeden Grund und jedes Recht, außer Hass um seiner selbst willen, werden Forderungen nach einem Boykott des Staates Israel laut.«“ berichtet dieJüdische Allgemeine

 

Nach diesen internationalen und auch nationalen Druckwellen soll  es nun zu einer Rücknahme der Entscheidung kommen. Bürgermeister Dagur Eggertsson sagte im Fernsehen, der Beschluss sei „nicht gut vorbereitet“ worden. Daher werde er dem Stadtrat vorschlagen, ihn zurückzuziehen.

Israel hatte das palästinensische Westjordanland und Ostjerusalem sowie die syrischen Golanhöhen 1967 besetzt und fördert seitdem im Verstoß gegen das Vierte Genfer Abkommen in großem Umfang die Umsiedlung der eigenen Zivilbevölkerung in diese Gebiete.

Verteiler: Neopresse