Kasachstan stellt richtig: Keine US-Basen am Kaspischen Meer

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© Sputnik / Denis Abramov

Die Regierung von Kasachstan hat Medienberichte über angeblich geplante Stationierung des US-Militärs am Kaspischen Meer als falsch zurückgewiesen. Zuvor hatte der Präsident der Ex-Sowjetrepublik eine „historische Entscheidung“ zum größten See der Erde angekündigt.

Kasachstan hatte im Mai Novellen zum Vertrag mit den USA über die Lieferung von Spezialgütern nach Afghanistan verabschiedet. Daraufhin vermuteten Journalisten, dass Kasachstan einen oder mehrere seiner Kaspi-Häfen zu amerikanischen Militärbasen umbauen lassen wolle. Im Juli sagten mehrere Experten bei einer Talkshow im russischen Fernsehen, dass die Stationierung von US-Basen bereits beschlossen und besiegelt worden sei.

Kasachstan habe nicht vor, amerikanische Militärstützpunkte am Kaspischen Meer aufstellen zu lassen, versicherte der Außenminister des zentralasiatischen Staates, Kairat Abdrachmanow, am Samstag in einem Gespräch mit Sputnik.

Es gehe um den Transit von nichtletalen US-Frachten für die US-Operation in Afghanistan per Schiene durch Kasachstan. „Es geht nicht darum, irgendwelche Militärbasen zu stationieren“, betonte der Minister.

Zuvor am Samstag hatte der kasachische Staatschef Nursultan Nasarbajew angekündigt, am morgigen Sonntag werde eine „historische Entscheidung“ zum Kaspischen Meer fallen. Am 12. August sollen die Präsidenten der fünf Anrainerstaaten nämlich eine Konvention zum Rechtsstatus des Kaspischen Meers unterschreiben.Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 hatten Russland, der Iran sowie die neuen Anrainerstaaten Kasachstan, Aserbaidschan und Turkmenistan jahrelang über die Aufteilung der Öl-, Gas- und Bio-Ressourcen verhandelt. Der völkerrechtliche Status des Kaspischen Meeres ist immer noch nicht geregelt.

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