Menstruation: Süssgetränke lassen Mädchen früher bluten

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Dass Cola, Redbull & Co. der Gesundheit schaden können, ist bekannt. Error, group does not exist! Check your syntax! (ID: 3)Neu ist, dass der regelmässige Konsum mit einer früher einsetzenden Menstruation einhergeht.

Normalerweise bekommen Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren zum ersten Mal ihre Periode. Doch immer häufiger setzt das allmonatliche Ziehen und Bluten früher ein – vor allem in entwickelten Ländern. Warum das so ist, war bislang unklar.

Eine mögliche Erklärung haben nun Forscher der Harvard School of Public Health in Boston gefunden. Sie konnten zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem frühen Einsetzen der Periode und einem erhöhten Konsum zuckerhaltiger Limonaden gibt.

Zusammenhang liegt auf der Hand

Für die Studie begleitete das Team um Jenny Carvile mehr als 5500 Mädchen zwischen neun und 14 Jahren fünf Jahre lang und befragte sie zu ihrer Ernährung und ihrem Getränkekonsum. Zu Beginn der Untersuchung hatte keine der jungen Teilnehmerinnen schon einmal menstruiert.

Das Ergebnis: Bei den Mädchen, die mehrmals täglich Limonade oder andere gezuckerte Getränke zu sich nahmen, setzte die Periode knapp drei Monate früher ein als bei jenen, die überwiegend zuckerfreie Drinks tranken, wie die Forscher im Fachjournal Human Reproduktion schreiben.

Das Resultat blieb auch dann gleich, nachdem Carwile und ihre Kollegen andere Einflussfaktoren wie Körpergrösse, Body-Mass-Index oder Ethnie ausgeschlossen hatten.

Huhn oder Ei?

Wie die erhöhte Zuckerzufuhr das Einsetzen der ersten Monatsblutung beeinflusst, ist noch offen. Möglich ist laut den Forschern, dass der zugeführte Zucker den Blutzuckerspiegel der Betroffenen ansteigen lässt, was zu einer Erhöhung des Insulinspiegels führt. Dies wiederum könnte Auswirkungen auf die Sexualhormone haben, die die Menstruation auslösen.

Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass sie bisher lediglich einen Zusammenhang festgestellt hätten. Ob die Süssgetränke auch wirklich der Auslöser seien, müssen weitere Studien zeigen. Denn vorstellbar sei auch, dass die Mädchen, die eher in die Pubertät kommen, dazu tendieren mehr zuckerhaltige Drinks zu sich zu nehmen, weil ihnen das erwachsener vorkomme.

Doch wie dem auch sei: «Unsere Studie verstärkt die zunehmende Besorgnis über den weitverbreiteten Konsum von Süssgetränken», erklärt Mit-Autorin Karin Michels in einer Mitteilung.

Quelle: 20min.ch vom 28.01.2015