ÖVP übergab Wissenschaftspreis an Antifa-Verein

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Für viel Empörung sorgte erst unlängst die Finanzierung eines Antifa-Seminars in Spanien durch das ÖVP-geführte Familienministerium unter Sophie Karmasin. Nun wurde eine weitere Querverbindung der ÖVP mit dem Antifa-Milieu bekannt.

Wissenschaftspreis an Antifa-Verein

So erhielt im Herbst vergangenen Jahres der Obmann des Vereins „Erinnern Gailtal“, Bernhard Gitschtaler, den Leopold-Kunschak Wissenschaftspreis von Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) bei einem Festakt im Palais Niederösterreich in Wien. Der Grund für die Verleihung: Die Würdigung des von Gitschtaler verfassten Buches “Ausgelöschte Namen”, das als Publikation des Vereinesgeführt wird.

In der Laudatio von Mittlerlehner – neben ihm waren laut Unzensuriert auch die ÖVP-Granden Wolfgang Schüssel, Maria Fekter, Maria Rauch-Kallat, Werner Fasslabend sowie Werner Amon anwesend – wurde „die Vereins- und Forschungsarbeit“ von Erinnern Gailtal lobend erwähnt. Doch bei dem Verein handelt es sich um kein unbeschriebenes Blatt.

Traditionsverbände sind „Nazischweine“

Denn bereits im Jahr 2014 sorgte der Verein „Erinnern Gailtal“ für einen Skandal, den die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Anneliese Kitzmüller aufdeckte. Bei einer Schulexkursion der HLW Hermagor waren die Vorstandsmitglieder Daniel Jamritsch und Bernhard Gitschtaler als Vortragende eingeladen. Dort sollen sie den Schülern erzählt haben, dass die „Kärntner Bevölkerung, allesamt Nationalsozialisten und Rassentheoretiker“ und „alle Mitglieder des Kärntner Abwehrkämpferbundes, wie auch der anderen Traditionsverbände, Nazischweine“ seien.

Dem nicht genug, wurden etwa Fragen an die Schüler gestellt, wie man zukünftig einen freiheitlichen Landeshauptmann verhindern oder generell verhindern könne, dass die „rechtsextremen Freiheitlichen“ an die Macht kommen. Besorgte Schüler meldeten später diese Entgleisungen der „Experten“.

Vereinsgründer mit zweifelhafter Vergangenheit

Die „Experten“ (beide haben kein historisches Studium abgeschlossen) gründeten den Verein „Erinnern Gailtal“ gemeinsam mit einer dritten Person. Seitdem werden sie von verschiedenen Institutionen hofiert.

Dabei trat Jamritsch 2013 für die KPÖ unter dem Bündnis „ASOK“ zur Kärntner Landtagswahl an. Unter seinem Pseudonym „Mischkunst“ bezeichnete er die FPÖ merfach als „Nazischweine“ und auch über die ÖVP hieß es vor ein paar Jahren noch: „Die ÖVP als gesamte Partei ist eine kriminelle Vereinigung.“ Er und Gitschtaler sollen sich seit Jahren im Umfeld der „Autonomen Antifa“ bewegen. Dazu passt, dass sich Jamritsch leidenschaftlich gegen das Ulrichsberg-Gedenken engagierte und auch mehrfach Inhalte der Antifa teilte:

Gitschtaler, der den Preis entgegennahm, veröffentlichte 2014 unter seinem ehemaligen Facebook-Konto „Bernando Seeds“ ein Bild in Vermummung. Ausgerechnet am 22.01.2014 , als die Polizei wegen zu erwartender Antifa-Ausschreitungen ein Vermummungsverbot erließ. 2014 kam es trotzdem zu massiven Antifa-Ausschreitungen, so dass die Polizei eine weitere Antifa-Demonstration im Jahr 2015 verbieten musste. Der verursachte Schaden betrug 500.000 Euro.


Das war wohl kein Zufall: Denn 2010 rief Gitschataler selbst die Anti-WKR-Demonstranten zu einem „UVS-Vorbereitungstreffen“ auf, zu dem man sich entweder bei der Eva Pentz von den Grünen (!) oder über die Antifa-Seite „riseup“ melden konnte.
Unzensuriert fragte zu Recht, ob sich die ÖVP mit der Geste bei der Antifa anbiedern wollte.

Beitragsbild: By Franz Johann Morgenbesser from Vienna, Austria (Josef Broukal, Reinhold Mitterlehner-4875) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Quelle: http://info-direkt.eu/2017/10/12/oevp-uebergab-wissenschaftspreis-an-antifa-verein/