Online-Shopping weiter auf dem Vormarsch

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©istock.com/PeopleImages

Der Onlinehandel wächst und wächst: Nach Büchern und Mode legen nun vor allem die Branchen zu, die sich bislang noch schwertaten: Lebensmittel und Haushaltswaren. Interessant dabei: Klassische Versandunternehmen haben den Wandel mittlerweile geschafft und verzeichnen ein deutliches Wachstum.

Knapp 64 Milliarden Umsatz im Jahr 2018 erwartet

Der Einzelhandel mag über das Filialsterben in den Innenstädtenklagen und düstere Zukunftsszenarien an die Wand malen, doch dies ist nur eine Seite der Medaille: Der Onlinehandel boomt auf beeindruckende Weise. Alleine im gerade zu Ende gegangenen zweiten Quartal des Jahres 2018 kauften die Deutschen Waren im Wert von 16,4 Milliarden Euro online ein. Bei den Nachbarn in Österreich sieht es genau aus: Hier verzeichnete der Onlinehandel im Jahr 2017 ein Wachstum von 14,2 Prozent. Dabei profitieren nicht nur die üblichen Verdächtigen aus den USA wie Amazon vom Onlineboom, sondern auch einheimische Marken, die erfolgreich den Wandel vom klassischen Einzel- oder Versandunternehmen zum modernen Omnichannel-Unternehmen geschafft haben. In Österreich ist dies beispielsweise der Universal-Versand, der zur Otto Group gehört, die sich mittlerweile zum zweitgrößten Online-Händler der Welt nach Amazon entwickelt hat. Das Unternehmen lockt Käufer mit vielfältigen Angeboten und gezielten Marketingaktionen. Neukunden können sich online einen Universal Gutschein auf alles sichern und so bei der Bestellung von einem großzügigen Rabatt profitieren. Auf deutscher Seite macht es die Otto Group mit ihren großen Zugpferden Otto und Quelle ähnlich. Speziell für die jüngere Kundschaft wurde About You ins Leben gerufen, das gezielt mit Influencern bei Instagram und YouTube zusammenarbeitet und sich als trendy Start-Up gibt.

Eine Rückkehr zu „früher“ wird es nicht mehr geben

Einzelhändler können nicht mehr darauf hoffen, dass es irgendwann eine Trendwende gibt: Der Onlinehandel wird bleiben. Wollen sie überleben, sind kreativere Lösungen gefragt: Zum einen bietet sich für sie selbst der Umstieg auf den Multichannel-Vertrieb an. Hier können sie mit Schnelligkeit punkten: Während Amazon & Co. frühestens am nächsten Tag liefern, kann der Händler im Zentrum der Oma ohne Auto das online bestellte Bügeleisen innerhalb von 1-2 Stunden an die Haustür liefern, so dass sie ihre Arbeit fortsetzen kann. Dazu engagieren sich immer mehr Städte für neue Konzepte in der Innenstadt , die auf das Gemeinschaftsgefühl und das Kontaktbedürfnis der Menschen setzen, das kein Onlinehändler je ersetzen kann. Hier können stationäre Händler nach wie vor punkten, zum Beispiel mit individueller Beratung zu den neuesten Modetrends oder zu neuen technologischen Produkten in Kombination mit einem Wohlfühlerlebnis. (Ende)