Papiere zum Kennedy-Mord sollen geheim bleiben – Was fürchtet Trump?

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CC0 / Walt Cisco, Dallas Morning News

US-Präsident Donald Trump wird die Veröffentlichung von mehreren Tausenden Geheimdokumenten zum Mord am 53. Staatschef des Landes John F. Kennedy verhindern. Dies berichtet das Portal „Politico“ unter Berufung auf Quellen in der Administration.

Lee Harvey Oswald
© AP Photo/

Die Geheimpapiere aus dem nationalen Archiv sollen gemäß dem Gesetz, das George H. W. Bush 1992 unterzeichnet und somit ein 25-jähriges Verbot auf die Veröffentlichung verhängt hatte, nun publik gemacht werden. Es geht dabei dem Portal zufolge um etwa 3100 Dokumente, die ein breites Publik zuvor nie gesehen hatte, und etwa 30.000 Papiere, die früher nur teilweise veröffentlicht worden waren. Den Großteil der Papiere bereiteten die CIA, das FBI und das Justizministerium der USA vor.Das nationale Archiv soll die geheimen Dokumente am 26. Oktober publik machen. Die Trump-Administration glaube jedoch, dass die Veröffentlichung von diesen Papieren die nationale Sicherheit des Landes in Gefahr bringen könne, da hier Daten über jüngste amerikanische Aufklärungs- und Rechtsschutzoperationen enthalten seien.

Laut einer Quelle im US-Kongress macht auch die CIA Druck auf Trump, damit dieser die Geheimpapiere zum Kennedy-Mord nicht publik macht. Dahinter stecke der Unwillen, die Aufklärungsmethoden und die Namen von Informanten, die der Ermittlung geholfen haben sollen, aufzudecken.

Eine partielle Veröffentlichung sei allerdings doch möglich. Eine Sprecherin des Weißen Hauses, Lindsay Walters, sagte gegenüber „Politco“, dass sich die Administration darum bemühe, dass „so viele Daten wie möglich“ am kommenden Donnerstag publik gemacht würden.

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