QQE und die globale wirtschaftliche Kernschmelze

0
14

QQE und die globale wirtschaftliche Kernschmelze

Die keynesianische Elite versammelte sich vergangene Woche im schweizerischen Davos, um sich über globaleError, group does not exist! Check your syntax! (ID: 2) Wirtschaftsprobleme auszulassen und die Strategie für die technische Planung der vierten

industriellen Revolution auszuarbeiten. Das wichtigste Mitbringsel von der Tagung war, dass Zentralbanker den Märkten klargemacht haben, dass der Umfang und die Dauer quantitativer Banknotenfälschung keine Grenzen mehr kennt.

Michael Pento

Von Michael Pento

 

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, nutzte die Plattform zur Versicherung gegenüber Investoren, dass er absolut alles tun werde, um sein absurdes Inflationsziel zu erreichen. »Wir haben mehr als genügend Instrumente«, sagte Draghi. »Insbesondere haben wir die Entschlossenheit, den Willen und die Fähigkeit des Rats zu handeln und diese Instrumente einzusetzen.«

Zentralbanker lieben es, Worte wie “Instrumente“ und “Werkzeuge“ für die Beschreibung der ihnen zur Verfügung stehenden Methoden und Strategien zu benutzen, denn es lässt sie tatsächlich weniger primitiv erscheinen. Aber offen gesagt, ist das einzige Instrument oder Werkzeug welches Zentralbanken zur Verfügung haben, die respektlose Macht Geld und Kredit per Dekret zu erschaffen.

Japan entfesselt QQE

Um nicht von den Europäern übertroffen zu werden, schien der japanische Chef-Gelddrucker, Haruhiko Kuroda, regelrecht schwindelig vom monetären Rausch gewesen zu sein, als er über etwas sprach, was von ihm als QQE bezeichnet wurde: das “Quantitative and Qualitative Monetary Easing Program“ [Programm der quantitativen und qualitativen monetären Lockerung]. Als wenn das Hinzufügen eines weiteren “Q“ es irgendwie schmackhafter und effektiver machen würde, als die ursprüngliche Form des “Quantitative Easing“ [quantitative Lockerung].

Auf die Frage von einem Reporter, ob die Bank of Japan (BOJ) noch Raum zur Lockerung habe, gluckste Kuroda schlagfertig, dass die BOJ ja “nur“ 33 % aller existierenden Regierungsanleihen aufgekauft habe und vermittelte die Absicht, jede verfügbare von der insolventen Regierung Japans herausgegebene Staatsschulden-Note zu monetarisieren.

Und da Herr Kuroda denkt, dass die Zerstörung der Währung seines Landes lustig ist, hat er sicherlich mehr zu lachen, als Herr Draghi. Die Bilanz der EZB steht bei rund 25 % des Bruttosozialprodukts (BIP) der Eurozone, derweil weist die BOJ satte 78 % des japanischen BIP auf.

Tatsächlich war es nicht lange nach Davos, dass Kuroda seinen Angriff auf den Yen verschärft hat, indem er am Freitag bekanntgab, dass der Einlagenzins ab dem 16. Februar mit -0,1 % in den negativen Bereich gehen werde. Scheinbar zerstört das Drucken von 80 Billionen Yen im Jahr die Währung für die BOJ nicht schnell genug.

Stand 20. Januar 2016 war die Bilanzsumme der BOJ auf 389,6 Billionen Yen angewachsen. Zum Beginn des QQE im April 2013 stand die Bilanz bei nur 174,7 Billionen Yen. Für jene, die sich gerne Notizen machen: das ist ein Zuwachs der Geldbasis von 123 %… und die fangen gerade erst richtig an. Bei alledem fragt man sich, ob das zusätzliche “Q“ in Wirklichkeit für Zentralbank-“Quacksalberei“ steht.

Herr Kuroda behauptete, er habe noch weitere zwei Drittel an japanischen Regierungsbonds zum Kaufen zur Verfügung, bevor die Staatsschulden ausgehen. Aber selbst wenn alle Regierungsbonds im Besitz der BOJ sind, wird die Gelddruckerei nicht aufhören. Der BOJ-Präsident sagte, er werde den Kauf von sogenannten “Assets geringerer Qualität“, wie börsennotierte Fondaktien und Junk-Bonds, nicht verhindern. Aber Wertanlagen geringerer Qualität als 10-jährige japanische Bonds zu 0,1 % zu kaufen, ist eine kaum umzusetzende Heldentat, insbesondere im Licht der Tatsache, dass die Nation ein Schulden/BIP-Verhältnis von 250 % und eine von Inflation besessene Zentralbank hat.

Europas oberster Geldfälscher

Zurück zum obersten Geldfälscher Europas, Mario Draghi. Dieser hat bereits seit langer Zeit europäische Staatsschulden in Höhe von monatlich 60 Milliarden aufgekauft. Das Gesamtziel war, der EZB-Bilanz weitere 1,2 Billionen Euro hinzuzufügen und die Gesamtsumme auf bis zu 3,3 Billionen Euro auszuweiten. Vor nicht einmal 60 Tagen wurde das monatliche 60 Billionen-Euro-QE-Programm bis März 2017 verlängert. Jetzt aber, weniger als zwei Monate nach der Verlängerung des Programms, ist er immer noch nicht zufrieden mit dem Grad der Euro-Verwässerung und hat den Märkten mitgeteilt, dass er bereit ist mehr zu tun!

Es wird für die weltweite Investment-Gemeinde immer offensichtlicher, dass diese Zentralbanker mit der Gelddruckerei nicht aufhören werden, bis die Inflation zu einem immanenten und tragfähigen Aspekt der Weltwirtschaft geworden ist.

Die vergangenen sieben Jahre haben uns jedoch eindeutig gelehrt, dass QE zwar großartig für die Aktienkurse ist, aber ineffektiv zur Schaffung eines brauchbaren wirtschaftlichen Aufschwungs. Wir müssen nicht weiter als bis nach Japan schauen, um dies bestätigt zu sehen. Nominal ist Japas BIP mickrige 5,5 % gestiegen, seitdem das währungszerstörende Regime – bekannt als Abenomics – im Dezember 2012 die Kontrolle übernommen hat. Derweil ist der Nikkei-Index im selben Zeitfenster um über 100 % gestiegen.

Für die Aktienmärkte ist es inzwischen ebenfalls offensichtlich geworden, dass es von diesem monetären Wahnsinn kein mehr Entkommen gibt. Gibt es denn wirklich irgendjemanden der glaubt, dass Kuroda die Gelddruckerei letztlich stoppen kann, sobald die Inflation sein eigenwillig festgelegtes Inflationsziel von 2 % erreicht hat?

Die Zentralbank besitzt bereits ein Drittel der japanischen Regierungsbonds und mehr als die Hälfte aller börsennotierten Fonds (ETFs). Was geschieht mit dem japanischen Aktienmarkt, wenn die BOJ einmal bekannt gibt, dass sie Käufe der ETFs herunterfährt und sich zu einem Verkäufer entwickelt?

Und wird der Bondmarkt etwa nicht in die Knie gehen, wenn Kuroda die Einstellung des Kaufs der japanischen Regierungsbonds bekannt gibt? Die 10-Jährigen müssen von den heutigen 0,1 % mindestens auf das derzeitige Inflationsziel von 2 % in die Höhe schießen. Dann fügen Sie noch ein paar hundert Basispunkte für die Tatsache hinzu, dass die Steuerbasis der Nation die Schuldenlast zu einem höheren Zinssatz gar nicht bedienen kann.

QQE und die wirtschaftliche Kernschmelze

Da das offensichtliche Ergebnis ein vollständiger Kollaps der Aktien- und Bondkurse wäre – was zu einer beispiellosen wirtschaftlichen Kernschmelze führen würde -, ist die Bank of Japan unwillentlich in einem endlosen QQE-Programm gefangen.

Die gesamten weltweiten Immobilien-, Aktien- und Bondmärkte sind mittlerweile komplett abhängig von fortlaufendem und immer weiter zunehmendem QE und ZIRP [Nullzinspolitik]. Es ist kein Unfall, dass der US-Aktienmarkt seinen Höhepunkt erreicht hatte, als das QE im Oktober 2014 auslief. Auch der US-Aktienmarkt benötigt ZIRP und QE, um sich weiter nach oben zu bewegen.

Die Kurse für Wertanlagen und die Volkswirtschaften sind zum Mündel der Zentralbanken und ihrer endlosen Fähigkeit zur Erhöhung der Geldschöpfungsrate geworden. Da die globalen Eliten ihr volles Vertrauen in das von den Zentralbanken verteilte Fiat-Konfetti gesetzt haben, wäre es für Investoren weise, sich verstärkt dem einzigen authentischen Geld zuzuwenden, das es jemals gegeben hat… Gold.

Quelle: N8wächter

***