Russlands diplomatische Kampfansage gegen Washington

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Das scheinheilige Narrativ der politischen Linken in den Vereinigten Staaten, über bis zum heutigen Tag unbewiesene Anschuldigungen, dass US-Präsident Donald Trump und/oder seine Wahlkampf-Mitarbeiter “Verbindungen zu Russland“ gehabt und diese den Wahlerfolg Trumps begünstigt hätten, setzt sich bekanntlich fort.

Zwar hatten sowohl FBI-Direktor James Comey, als auch NSA-Direktor Michael Rogers vor der Anhörung des Geheimdienst-Komitees des US-Kongresses unter Eid ausgesagt, dass es keine Beweise für russische Einmischungen in den US-Wahlkampf gibt. Doch das dadurch offiziell zu Grabe getragene Narrativ der Demokratischen Partei und der linksgerichteten Medien in den USA geistert nach wie vor wie ein Zombie durch die politische und mediale Landschaft.

Präsident Trump ist in diesem Zusammenhang bereits vorgestern, am 28. März 2017, offenbar der Kragen geplatzt. Er zwitscherte die durchaus berechtigte Frage, »Warum das Geheimdienst-Komitee des Kongresses sich den Deal von Bill & Hillary nicht anschaut, welcher großen [Mengen] Uran gestattet hat, nach Russland zu gehen« und warum es selbiges nicht hinsichtlich »russischen Geldes an Bill für [gehaltene] Reden«, Hillarys »Lob Russlands« und die »russische Podesta-Firma« tut. Die »Trump-Russland-Story ist eine Ente«, wiederholte der Präsident.

Why isn’t the House Intelligence Committee looking into the Bill & Hillary deal that allowed big Uranium to go to Russia, Russian speech….

…money to Bill, the Hillary Russian „reset,“ praise of Russia by Hillary, or Podesta Russian Company. Trump Russia story is a hoax. !

Diplomatische Treffen

Das ganze Thema bekam noch am selben Tag eine ordentliche Prise zusätzliches Salz, als The Gateway Pundit berichtete, wie sich die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Wladimirowna Sacharowa, zu der US-amerikanischen Geheimhaltungspraxis hinsichtlich verabredeter Treffen zwischen Offiziellen beider Länder äußerte:

»Es ist kein Geheimnis, dass die Vorbereitungen eines Besuchs auch die Koordination des Zeitpunktes umfassen, zu welchem dieser bekanntgegeben wird. … Die eine Seite schlägt ein Datum vor und von der anderen Seite wird erwartet, dass sie es akzeptiert. Das Datum sollte für beide Seiten akzeptabel sein, denn die Außenminister haben volle Terminkalender.«

Soweit sollte ein derartiges Vorgehen in diplomatischen Kreisen als gegeben und die Regel angenommen werden. Sacharowa führt dann weiter aus, dass in den vergangenen Jahren allerdings »viele seltsame Dinge« hinsichtlich der Vorbereitungen von Besuchen geschehen seien:

»Um ehrlich zu sein, in den vergangenen paar Jahren haben wir viele seltsame Dinge in Washington in Verbindung mit Vorbereitungen für Besuche oder Gespräche unserer Außenminister erlebt. Das US-Außenministerium hat uns mehr als ein Mal darum gebeten, dass wir geplante Besuche bis zur letzten Minute nicht bekanntgeben.

Dies entspricht nicht unserer Tradition. Wir haben seit Jahren offen operiert, aber wir haben die von unseren Kollegen in Washington geäußerten Wünsche in den letzten paar Jahren respektiert. Aber was geschah dann?

Erst bittet uns das US-Außenministerium den geplanten Besuch für uns zu behalten und ihn bis zur letzten möglichen Minuten nicht zu verkünden, bis wir das Datum koordiniert haben. Wir handelten wie gewünscht. Aber einen oder zwei Tage später ließ das US-Außenministerium und manchmal auch die US-Administration die Information durchsickern.

Offen gesagt, dies brachte Russland und die Medien in eine seltsame Situation, weil sie nicht wussten, wem sie glauben sollen – den offiziellen Agenturen oder den vielen undichten Stellen.«

Der Unmut ob dieser US-Praxis ist unüberhörbar und die Pressesprecherin fragt sich, ob diese Form der diplomatischen Kommunikation »eine US-Tradition oder die neuste Technik« ist? Weiter betont sie, dass diese Praxis »definitiv nicht unseren Traditionen« entspreche und dass die Beziehungen mit dem US-Außenministerium in solchen Fällen »über die vergangenen paar Jahre zu einer schlechten Tradition geworden« seien.

Diplomatische Kampfansage

Dann wurde Sacharowa noch deutlicher und nutzte die Gelegenheit für eine unverblümte Drohung, welche von den westlichen LeiDmedien wohlweislich und fast flächendeckend totgeschwiegen wurde:

»Weiter möchte ich sagen, dass falls die Praxis des Durchsickernlassens von Informationen, welche nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch Russland betreffen, … fortgesetzt wird, dann wird der Tag kommen, an dem die Medien Informationen über die Dinge veröffentlichen werden, welche Washington uns gebeten hat geheim zu halten. Zum Beispiel Dinge, welche sich während Präsident Obamas Amtszeit abgespielt haben.

Glauben Sie mir, dies könnten sehr interessante Informationen sein.

Unsere amerikanischen Kollegen müssen sich entscheiden, ob sie die diplomatischen Abläufe respektieren, ob sie bezüglich der zwischen uns auf ihren Wunsch hin getroffenen Vereinbarungen Wort halten, oder ob wir ein paar sehr nette Überraschungen füreinander hervorbringen.«

Diese Aussage kann nur als wuchtige politische Ohrfeige interpretiert werden.

Selbstverständlich gibt es bei allen Gesprächen unter hohen Offiziellen bedeutender Staaten sensible Themen und Geschehnisse und diese werden in der Regel von der Öffentlichkeit ferngehalten. Jedoch derart offen mit der Veröffentlichung von potenziell empfindlichen Informationen zu drohen, ist kein Missgeschick, sondern eine diplomatische Kampfansage.

Wie es scheint, haben auch die Russen vom einfach nicht totzukriegenden “die Russen waren es“-Narrativ die Nase gestrichen voll.

Alles läuft nach Plan…

Beitragsbild: Der Nachtwächter

Quelle: Der Nachtwächter

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