Slowakei erkannte 2018 nur sechs Asylanträge an

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Denisa Saková (Bild:Screenshot)

Slowakei – Im Jahr 2018 wurden in der Slowakei 178 Asylanträge gestellt. Von diesen wurden nur sechs anerkannt. Die Anerkennungsquote betrug somit 3,4 Prozent. Im Vergleich: In Deutschland wurden in Zeitraum von Januar bis November 2018 33,9 Prozent der bislang 186.886 Asylantragsteller bewilligt. 

Die Slowakei  sei mit ihren niedrigen Sozialleistungen schlicht unattraktiv für Illegale und Asylsuchende sei, so die Begründung der  slowakische Innenministerin Denisa Saková (Smer-DS) gegenüber tasr.

Die Sozialdemokratin Saková betonte, dass das Innenministerium jeden einzelnen Antragsteller während des gesamten Asylverfahrens auf Sicherheitsrisiken überprüfe. Für die Slowakei sei das eine Frage der nationalen Sicherheit. Die Sicherheit der slowakischen Bürger stehe für die Regierung an erster Stelle.

Selbst sogenannte umbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge haben in der Slowakei wenig Chancen, mit ihren angegebenen Lebensläufen durchzukommen. Die Slowakei hatte sich dazu bereit erklärt, Kinder aus griechischen Flüchtlingslager aufzunehmen. Selbst wenn angegeben werde, sie seien aus Syrien, sei dass kaum zu überprüfen. „Es stellte sich heraus, dass es sich bei den vermeintlichen Kindern um eine Gruppe von 17 bis 18-Jährigen handelte. Diese 17-Jährigen waren auch keine Waisen, sondern unbegleitete Jugendliche“, erklärte die slowakische Innenministerin. Asylbewerber würden genau wissen, dass sie besondere Konditionen erhalten, wenn sie als minderjährig durchgehen. Deshalb würden sie oft ein falsches Alter angeben, was dann sehr schwer zu überprüfen sei.

Nach 2015 sei auch klar geworden, dass der Großteil der „syrischen Flüchtlinge“eigentlich Wirtschaftsmigranten sind und in ihren Heimatländern kein Krieg herrsche, so Saková. (SB)

@jouwatch

Quelle!: #zaronews