So lebte der Axt-Attentäter

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Es sind Bilder von einem sympathischen jungen Mann, die der 17-jährige Axt-Attentäter Riaz A. von sich auf Facebook postete: Mit einer rosa Perücke im Fasching, oder in der Bahn mit Kopfhörern und Smartphone. Wie lebte der – zumindest offiziell – aus Afghanistan stammende Axt-Attentäter in seiner neuen Heimat Deutschland?

Riaz A. reiste am 30. Juni 2015 über Österreich ins bayrische Passau in die Bundesrepublik Deutschland ein.  Es sei „davon auszugehen, dass eine geschleppte Durchreise durch Österreich erfolgt“ sei, sagte Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck.

Allein, ohne Familie kam Riaz A. in Passau an. Dort werden seine Daten aufgenommen. Er gibt sein Alter mit 16 an, weshalb er als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling gilt. Das berichtet die deutsche „BILD“-Zeitung.

Erste Station: Kolpingheim Ochsenfurt

Von Bayerns Innnenminister Joachim Herrmann kam die Nachricht, dass Riaz A. im Kolpingheim in Ochsenfurt, „einer guten Unterkunft“, unterkam. Seinen Asylantrag stellte er im Dezember 2015, und bereits im März 2016 erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung.

Letzte Station: Pflegefamilie am Bauernhof

In der 2.500-Seelen-Gemeinde Gaukönigshofen kommt Riaz A. erst vor zwei Wochen unter, wie die BILD-Zeitung berichtet. Die Familie ist als tolerant bekannt, und der katholische Pfarrer der Gemeinde hat einen eigenen Gebetsraum für Muslime eingerichtet.

Regelmäßige Besuche bei Islam-Gemeinschaft Würzburg

Regelmäßig besucht Ahmadzai die Islamische Gemeinschaft Würzburg. Laut Kripo ist er ein gläubiger Sunnit, der täglich betet. Auf Facebook veröffentlicht er ein Bild: „Life is too short to learn German“ (Englisch: „Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen.“)

Rosa Vokuhila-Perücke im Fasching

Dennoch macht er Fortschritte beim Deutsch-Lernen und scheint sich gut zu integrieren. Im Fasching trägt er eine rosa Vokuhila-Perücke und postet ein Bild von sich auf Facebook. Er spielt Fußball beim örtlichen Verein und macht ein Praktikum in einer Bäckerei mit Aussicht auf eine Lehrstelle.

Tod von Freund als Auslöser?

Am Wochenende vor dem Axt-Attentat erhält Riad A. die Nachricht, dass ein Freund von ihm in Afghanistan ums Leben gekommen ist. Für die Polizei ist dies das für ihn die Initialzündung für das irre Axt-Attentat.

Rätsel um Herkunft des Axt-Attentäters

Nun sind Zweifel darüber aufgetaucht, ob der Axt-Attentäter tatsächlich aus Afghanistan stammt. Wie das ZDF erfuhr, wurden im Zimmer von Riaz A. Dokumente gefunden, die auf eine pakistanische Herkunft schließen lassen.