Susanna, vergewaltigt und ermordet: Dieser Iraker steht unter Tatverdacht

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© Foto: Twitter/ Polizei Westhessen

Susanna Maria F. aus Mainz, von der seit dem 22. Mai jede Spur fehlte, wurde am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefunden. In einer Pressekonferenz am Donnerstag gab die Polizei bekannt, nach einem 20 Jahre alten Tatverdächtigen aus dem Irak zu fahnden. Im Frühjahr soll der Flüchtling ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt haben.

Auf der Suche nach der vermissten 14-Jährigen hatte die Polizei an Vorabend in Wiesbaden eine weibliche Leiche entdeckt. Bei einer Pressekonferenz gaben Sprecher der Polizei nun bekannt, dass die Leiche als Susanna Maria F. identifiziert wurde.

​Rechtsmediziner hätten nun bestätigt, dass das Mädchen vor ihrem gewaltsamen Tod vergewaltigt wurde. Nach Angaben der „Bild“-Zeitung sei Susanna erwürgt worden. Davor soll das Mädchen von dem Täter bedrängt worden sein. Als sie den Geschlechtsverkehr mit ihm verweigert habe, soll er sie mit einem Ast im Gesicht verletzt haben.

Wie die Polizei nun bekannt gibt, stamme der mutmaßliche Täter aus dem Irak. Er befinde sich nun offenbar auf der Flucht.

„Die komplette Familie des Irakers ist offenbar am Donnerstag überhastet abgereist. Inzwischen ist klar, dass die Familie am 2. Juni am Abend um 19.10 Uhr von Düsseldorf nach Istanbul abgereist ist – und zwar unter anderen Namen, als sie den Behörden bisher bekannt waren.“ Die Papiere seien von irakischen Behörden ausgestellt. Ein Abgleich zwischen den Identitäten der Reisenden „hat nicht stattgefunden“, teilte der Polizeipräsident Stefan Müller mit.

Der (wegen seiner Doppelidentität nur mutmaßlich) 20-jährige Ali Bashar sei der Polizei bekannt gewesen, da er in mehrere Straftaten verwickelt gewesen sei. Im April 2017 soll er Passantinnen beleidigt und auch an einer Schlägerei teilgenommen haben. Im Frühjahr habe er eine Stadtpolizistin angerempelt und bespuckt. Zudem soll er ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt haben. Es werde auch in diesem Fall noch ermittelt. Außerdem laufe ein Verfahren wegen Raubes gegen den Iraker.

Ein weiterer Tatverdächtiger, ein türkischer Staatsangehöriger, sei bereits gefasst worden. Er soll an der Vergewaltigung und auch der Ermordung der 14-jährigen Susanna teilgenommen haben. Über den Tod des Mädchens und die Tatverdächtigen sei die Polizei von einem 13-jährigen Flüchtling informiert worden.

Bashar kam im Herbst 2015 nach Deutschland. Er beantragte später auch Asyl auf subsidiären Schutz. Der zweite Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit soll ein Kurde sein und sei im vergangenen Jahr nach Gießen gekommen.

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