Verhütung mit Hormonen begünstigt Hirntumore

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Babybauch: Hormonelle Verhütung kann zu Tumoren führen (Foto: pixelio.de/JMG)

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille könnten bei Frauen

nach längerer Einnahmezeit 

zu einem erhöhten Risiko für Hirntumore führen. Die seltene Krebsform, deren Zusammenhang mit hormoneller Verhütung erforscht wurde, nennt sich Gliom. Die Studie wurde von David Gaist von der University of Southern Denmark geleitet, der auch am Odense University Hospital tätig ist.

"Das Risiko, ein Gliom zu entwickeln, hat sich bei langjährigen Benutzerinnen von hormonellen Verhütungsmitteln fast verdoppelt", schreiben die Autoren der Studie. Als langjährig wird dabei die Einnahme über mindestens fünf Jahre hinweg beschrieben. Sogar bei jungen Frauen, die nur einige wenige Rezepte für Pille, Pflaster oder andere hormonelle Verhütungsmittel eingelöst haben, erhöht sich das Tumorrisiko moderat.

Gliom bleibt trotz erhöhtem Risiko selten

"Es ist wichtig, das anscheinend ansteigende Risiko im Zusammenhang zu betrachten", betont Gaist jedoch. "In einer Grundgesamtheit von Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter, inklusive der Frauen, die hormonell verhüten, würde man laut Danish Cancer Registry erwarten, dass sich jährlich bei fünf von 100.000 ein Gliom entwickelt", erläutert der Forscher die geringe Anzahl an Betroffenen.

Untersucht wurden in der Studie 15- bis 49-jährige Däninnen, bei denen zwischen 2000 und 2009 ein Gliom diagnostiziert worden war. 317 Fälle wurden in den dänischen Datenbanken gefunden. Jede dieser Frauen wurde mit acht Frauen mit selbem Alter und gleichem Bildungsstand verglichen, die keine Gliome entwickelt hatten.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion