Verrückt: Suchmaschine lässt einen auf fremde Webcams zugreifen

0
38

titel1

 

Mit den Jahren ist alles digitale immer billiger, schneller und effizienter geworden, darunter auch Webcams. Diese Geräte sind inzwischen so allgegenwärtig, dass sie sich mittlerweile

in fast allen Wohnungen und Unternehmen Kameras finden.

Leider bringen diese kleinen Kameras keinerlei

Sicherheit mit. Die meisten Konsumenten machen sich schlichtweg keine Gedanken darüber, dass sie gehackt werden könnten.

 

Um Geld zu sparen, haben sich die Hersteller nicht um Sicherheitsprotokolle oder Passwörter bei diesen Geräten geschert (Smart Meter-Zwang: Orwellisierung durch die Kellertür).

Der Stand der Dinge hat Suchmaschinen wie “Shodan“ dazu veranlasst, einen Dienst einzurichten, mit dem ein jeder diese Kamera-Feeds in Echtzeit verfolgen kann. Shodan sucht das Internet nach ungesicherten IP-Adressen ab und macht sie für zahlende Nutzer der Webseite verfügbar.

Es gibt Webcam-Feeds von schlafenden Kindern, Schulen, Marijuhana-Plantagen, Banken, Küchen und Garagen von überall auf der Welt.

Von so ziemlich jedem Ort, an dem man eine Webcam erwarten würde, gibt es einen ungesicherten Video-Feed zum anschauen (Samsung warnt vor Smart-TV: Vorsicht – Spionfernseher hört mit).

Täuschen Sie sich nicht, diese Situation wird sich nicht so bald bessern. Die ganze Idee des “Internet der Dinge“, auf die die Tech-Gemeinde in den vergangenen Jahren gedrängt hat, hängt von Geräten ab die unglaublich billig sind. Leider lassen billige Geräte oft Sicherheit vermissen.

bild2

Die “Smart-Homes“ der Zukunft werden sehr wahrscheinlich zu den reinsten menschlichen Zoos werden, in denen jedermann von überall auf der Welt herumspionieren kann (Die erschreckende ‚Smart City‘ der Zukunft: Die nächste Masche der Kontrolle im 21. Jahrhundert).

„Shodan“ selbst bewegt sich aber ebenfalls auf dünnem Eis. Zwar will man Aufklärungsarbeit leisten, nutzt dazu aber fragwürdige Methoden, welche bei Verbraucher- und Datenschützern die Alarmglocken schrillen lassen.

 

Denn die Bilder von Webcams würden sich natürlich leicht missbrauchen lassen.

Der Name Shodan geht übrigens auf das Computerspiel System Shock aus dem Jahr 1992 zurück. In diesem versuchte der Supercomputer Shodan, die Menschheit auszulöschen.

Literatur:

Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen von Glenn Greenwald

Bürger im Visier der Geheimdienste

Die Akte Wikipedia: Falsche Informationen und Propaganda in der Online-EnzyklopädievonMichael Brückner

NSA, BND & Co.: Die Möglichkeiten der Geheimdienste: Technik, Auswertung, Gegenmaßnahmen von Gilbert Brands

Quellen: PublicDomain/gulli.com/n8waechter.info am 26.01.2016