Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Sternberg, bewertet die AfD als rechtsradikal, wie die Tagesschau meldet. Das ist direkt eine Einladung, den Präsidenten des Zentralkomitees und CDU-Mitglied, Sternberg, zu bewerten.
Ein grundsätzliches Problem bei der Glaubenspflege in Deutschland ist, daß die Glaubenspfleger selbst wie Staatsbeamte besoldet werden und daß der Staat die Kirchensteuern eintreibt. Hier greift nämlich der alte Spruch vom klugen Hund, der die Hand nicht beißt, welche ihn füttert. Von Schweigegeld kann man nicht sprechen, weil die Herrschaften durchaus reden für das Geld, das sie allmonatlich einstreichen. Politisierende Kleriker als Büttel der Weltlichkeit sind daher samt ihrer eigenen Unterbüttel faszinierende Untersuchungsobjekte.
Die Dialektik des Hegelschen Idealismus wurde bekanntlich von Hegelschüler Marx „umgedreht“ zum dialektischen Materialismus, welcher wiederum in der folgenden Zuspitzung seinen Ausdruck findet: „Das Sein bestimmt das Bewußtsein“. Was gern übersehen wird, ist, daß diese Schlußfolgerung allenfalls für Materialisten zutreffen kann. Keinen Zweifel gibt es allerdings , daß die deutsche Gesellschaft eine zutiefst materialistische geworden ist. Das war nicht immer so. Eine etwas ketzerische Frage wäre also, ebenfalls zugespitzt, ob heutige Kleriker eine staatliche Abschlußprämie ausbezahlt bekommen werden, wenn sie den letzten Gläubigen gar in einen Agnostiker verwandelt haben.
Mein „ceterum censeo“ deshalb: Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Märchen vom Fischer und seiner Frau täglich in den Nachrichten verlesen werden muß („Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, als ich wohl will“). Der Gleichheitsfeminismus deutscher Prägung ist ein kulturmarxistisches Derivat, welches nicht den Frauen, sondern dem gesellschaftlichen Umsturze dient. Motto: Die Gesellschaft vom Geist auf die Materie stellen, also das männliche Lebensprinzip des „etwas-beweisen-wollen“ durch das weibliche „etwas-erreichen-wollen“ zu ersetzen. Feministisch durchseucht, wie die Amtskirchen nun einmal sind, sollte man sich immer vor Augen halten, wo der Zentralbegriff für die Sinnhaftigkeit des Weiblichen, das Wort „Mutter“, seinen Ursprung hat. Im lateinischen „mater“ nämlich. Die Materie und der Materialismus wiederum sind etymologisch auf die „mater“ zurückzuführen. Das heißt nichts weniger, als daß die herrschenden Klerikalfeministen vermaterialisierte Entgeistigte sind, die nicht mehr vom Heiligen Geist beseelt sprechen, sondern beseelt vom Gedanken an ihre eigenen Pensionsansprüche. Oder krasser ausgedrückt: Die einstigen Bewahrer des Geistes sind zu Punzenfiffis degeneriert. Und genau so klingt auch ihr Reden. Vergessen ist die biblische Behauptung, der Herr habe den Menschen als Mann und als Frau erschaffen. In den Kirchen gilt heute: Der Herr hat männliche Menschen und weibliche Menschen erschaffen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Einer dieser indirekt Klerikalsteuerabhängigen ist der Präsident des ZdK, Thomas Sternberg. Kein Wunder, daß er aus rein materialistischen Erwägungen heraus gegen die AfD hetzt. Das ist nämlich schön systemkonform und sichert ihm momentan noch Ansehen und Auskommen. Was spricht er also, der feministische Kirchenmaterialist?
„ZdK-Präsident Thomas Sternberg ruft dazu auf, die AfD nicht zu wählen.“
Geschenkt. Ich rufe dazu auf, aus seiner Kirche auszutreten und endlich anständig zu werden.
„Vor den anstehenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Ich rufe zum übergreifenden Widerstand aller freiheitlich-demokratischen Kräfte auf. Es muss unmissverständlich deutlich werden: So etwas geht in diesem Land nicht, so etwas wählen wir nicht, so etwas wollen wir nicht.„
Wenn ich mir die stetig steigende Popularität der AfD anschaue, und sie mit der stetig sinkenden Popularität der Kirchen vergleiche, komme ich nicht umhin, zu konstatieren, daß Sternbergs „wir“ auf sehr tönernen Füßen steht. Das „Wir“ der Katholiken verliert fast genauso rasant an Bedeutung, wie dasjenige der Protestanten. Die sind ja inzwischen schon so weit, daß es keine Rolle mehr spielt, ob sie das, was sie gerade noch denken dürfen, über ihre eigene EKD – oder die Grünen resp. die SPD verbreiten. Alles derselbe abgehobene Seich.
Ich meine: Jemand, der hierzulande noch „freiheitlich-demokratische Kräfte“ außerhalb der AfD wirken sieht, hat ohnehin schon dicke Illusionstomaten auf den Augen. Wenn er unter den Protagonisten seiner Einbildung aber auch noch Unterschiede ausmacht, wie das Wörtchen „übergreifend“ nahelegt, wäre er zu geistreicheren Zeiten sowohl für- als auch vorsorglich in die Klapse eingeliefert worden.
„Parteichef Alexander Gauland „bedient eine rechtsradikale Klientel und führt eine rechtsradikale Partei“, sagte er.„
Ein Handicap, das der Vornehme hat, ist, daß er sich nicht despektierlich über die Leichtgläubigen ausläßt. Das verbietet es ihm auch, sich über die Klientel zu äußern, welche der ZdK-Präsident bedient.
„Sternberg zog Parallelen zum Aufstieg der NSDAP.„
Zu spät. Bevor die AfD überhaupt gewählt werden konnte, ist erst einmal Merkel demokratisch gewählt worden. Sternberg hinkt der Zeit schwer hinterher. Wenn schon unbedingt Parallele: Die naheliegendere wäre gewesen, eine zum Niedergang der NSDAP zu ziehen. Tatsächlich geht es aber in paralleler Hinsicht gar nicht um die NSDAP, sondern um die SED. Der Aufstieg der AfD bedroht die SED, wäre also nicht mit dem Aufstieg der NSDAP zu vergleichen, sondern mit der Wiedervereinigung der Deutschen. Und die war ja wohl eine astreine Angelegenheit, oder?
„In der Endphase der Weimarer Republik gab es auch eine Partei, die in den Parlamenten saß, und die Ungeheuerlichkeiten in die Parlamente getragen hat“, warnte der ZdK-Präsident. „Nun haben wir wieder eine Partei, die in Umfragen bei 17 Prozent liegt, und die Parallelen zum Nationalsozialismus aufweist.„
So-so, hat die AfD also Ungeheuerlichkeiten in die Parlamente getragen? Soll der Christenmensch neuerdings falsch Zeugnis ablegen wider seinen Nächsten? Wahr ist, daß die AfD ihre Arbeitsunterlagen in die Parlamente der Ungeheuerlichkeiten getragen hat.
„Der Aufstieg der Alternative für Deutschland müsse verhindert werden.„
Beten hilft. Und etwas anderes kommt wohl kaum infrage. Ein stilles Gebet wäre das allerbeste.
„Mit Blick auf die Proteste nach dem Totschlag von Chemnitz sagte der ZdK-Präsident aber auch: „Man sollte nicht so tun, als sei das alles dumpfer Nationalismus.“ So sei zu prüfen, warum sich manche Menschen abgehängt fühlten, dabei sei auch die Sozialpolitik in den Blick zu nehmen.„
Es hätte heißen müssen: „Mit Blick auf die Proteste nach dem Mord von Chemnitz, den eine Staatsanwältin von vornherein und skandalöserweise als Totschlag klassifiziert hatte.“ Und natürlich muß die Sozialpolitik in den Blick genommen werden, weil Sozialpolitik schließlich etwas ist, das sich heutigem Verständnis nach lediglich auf die je individuellen, materiellen Aspekte des Lebens beschränkt. „Heimat“ und „Identität“ sollte man wohl lieber nicht „in den Blick nehmen“. Zu wenig materialistisch für den feministischen Klerikalmaterialisten.
„Ich glaube aber, dass ein demokratischer Staat das in den Griff bekommen kann“, sagte Sternberg, der rund 23 Millionen deutsche Katholiken vertritt.“
Die Katholiken sind eben auch nicht mehr das, was sie einmal gewesen sind. Sonst würden sie sich nicht ausgerechnet von den glaubensabtrünnigen Sternbergs dieser Republik vertreten lassen. Eigentlich müssten sie für den Erdrutschsieg der AfD beten, weil erst danach ein demokratischer Staat überhaupt denkbar wird, der den Aufstieg eines Einparteienstaats, wie er typisch für die NSDAP – und die SED-Herrschaft gewesen ist, in Zukunft würde verhindern können.
„Er sprach sich zugleich gegen eine unbegrenzte Zuwanderung nach Deutschland aus. „Selbstverständlich hat die Zuwanderung in einen Staat wirtschaftlich, sozial und gesellschaftlich bedingte Grenzen. Diese Grenzen auszuloten, gerade auch, um den Schutzbedürftigen den erforderlichen Schutz geben zu können, ist eine gewaltige gesamtgesellschaftliche Herausforderung“, sagte der ZdK-Präsident.„
Anscheinend zählt er die SPD, die Grünen und „die Linke“ nicht zur Gesamtgesellschaft. Verräterisch auch dieses immer wieder gern verwendete Substantiv „Zuwanderung“, das ein bißchen was von „zwanglos und unauffällig sich dazu gesellen“ hat. Es geht knallhart um Einwanderung und nicht um Zuwanderung. Es ist ja schon verlogen, von Migranten zu reden. Das wären sie, wenn man als unbeteiligter Dritter von außen dabei zusehen würde, wie irgendwelche Leute durch die Welt migrieren. Die „freiheitlich-demokratischen Kräfte“, welche Sternberg hierzulande aber noch am Wirken wähnt, sehen diese „Migranten“ nicht als unbeteiligte Dritte, sondern als Betroffene, weshalb die „Zuwanderer“ auch als „Immigranten“ bezeichnet werden müssten, wenn dem Präsidenten des ZdK noch irgendetwas an Wahrheit per begrifflicher Präzision liegen sollte.
„Er warnte aber davor, Zuwanderung zu dämonisieren und zur alleinigen Ursache aller politischen und gesellschaftlichen Probleme zu stilisieren.“
Natürlich warnt der Dämon vor der Dämonisierung, weil er unerkannt länger dämonisieren kann – die AfD zum Beispiel. Übrigens: „Politik“ ist das Kurzwortfür „die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen“. Das Gemeinwesen wiederum wäre die Gesellschaft. Wenn CDU-Mitglied und ZdK-Präsident Sternberg es in Personalunion fertigbringt, von „politischen und gesellschaftlichen Problemen“ zu reden, dann scheint er wohl nicht richtig verstanden zu haben, was Politik ist. Das wiederum hätte er dann mit Angela Merkel gemeinsam. Die kann auch nicht feststellen, daß ihre Politik dem Gemeinwesen zu dienen hätte, aus welchem heraus sie zur Stellvertreterin gewählt worden ist. Sie lebt fest in dem Wahn, das Gemeinwesen habe sich eine trivialphilosophische Kindergärtnerin gewählt, auf daß ihm beigebracht werde, „l´etat c´est moi“ sei immer noch Politik – und das Gemeinwesen sei der Exekutionsplatz für die politische Hinrichtung der Girondisten.
Noch ein paar Worte zum ZdK, dieser katholischen Laienorganisation. Sie liegt immer wieder mit anderen katholischen Organisationen im Clinch, durchaus auch einmal mit dem Episkopat oder dem Vatikan. Bereits 2012 forderte die „Katholische Initiative“, die Finanzierung des ZdK durch Kirchensteuern zu beenden. Das ZdK ist Mitglied in der Europäischen Bewegung Deutschland, einem Zusammenschluß verschiedenster nicht- oder halbstaatlicher Gruppen, die allerlei Finanziers und Unterstützer hat. Sie arbeitet eng mit EU-Akteuren auf nationaler und europäischer Ebene zusammen, besonders mit der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament.
Der ganze Hype um Sternberg und seine Diffamierung der AfD ist also einer, bei dem das ZdK vorgeschoben wird. Klingt ja auch gut: Oberer Katholik warnt vor der AfD. Nur hat das mit dem Katholizismus eher wenig zu tun. Sehr viel realistischer wäre gewesen, zu berichten, der CDU-Mann Sternberg habe als indirekter Nutznießer durch die Mitgliedschaft des ZdK in der Europäischen Bewegung Deutschland, als Abhängiger von Bundesregierung (Merkel), EU-Kommission und EU-Parlament die AfD mit den Nationalsozialisten gleichgesetzt. Dann hätten die Tagesschau-Konsumenten auch gleich gewußt, woher der Wind weht. Bei der ARD ist man allerdings schon längst nicht mehr daran interessiert, aufklärerisch zu berichten.
Also noch einmal ganz Jouwatch-deutlich: Die AfD wurde von einem langjährigen CDU-Mitglied (seit 1974) diffamiert, welches in seiner Eigenschaft als Präsident des ZdK – wegen des Verbundes mit der EBD für das ZDK – sowohl finanziell als auch ideell von Bundesregierung und EU abhängig ist. Verkauft worden ist er dem Medienkonsumenten aber als ZdK- Präsident, ganz so, als sei sein AfD-Bashing von christlichen Überzeugungen getragen gewesen. So geht Desinformation im Lande der ehemaligen FDJ-Funktionärin für Agitprop.



