Wiesbaden – Während sich zeitgleich am Wiesbadener Hauptbahnhof hunderte linksgrüne Demonstranten trafen, um gegen den angeblichen Rassismus der AfD zu demonstrieren, hat ein dunkelhäutiger Mann nur wenige hundert Meter entfernt in der Kleiststraße eine Bäckereifiliale überfallen und einen hohen dreistelligen Geldbetrag erbeutet. Besonders dreist, da es wegen der AfD-Abschlussveranstaltung und der Gegendemo am Freitag ab 16.30 Uhr von Polizisten in Wiesbaden nur so wimmelte.
Laut Polizeibericht bedrohte er die anwesende Verkäuferin mit einer „schwarzen Schusswaffe“ und forderte sie dazu auf, die Kasse zu öffnen. Aus der Registrierkasse entnahm der Täter nach derzeitigen Erkenntnissen einen hohen dreistelligen Geldbetrag und flüchtete zu Fuß in Richtung Wielandstraße.
Der Täter soll zwischen 190 – 195 cm groß sein, von kräftiger, athletischer Statur und dunkler Hautfarbe. Er sprach deutsch mit einem Akzent, trug zur Tatzeit eine blaue oder grüne Jacke mit Kapuze. Um nicht vollständig erkannt zu werden hatte einen hellen Schal vor sein Gesicht gezogen. Die Tatwaffe soll Ähnlichkeiten mit einer Polizeidienstwaffe haben. Wer weitere Angaben zum Tatgeschehen, dem Fluchtweg oder dem Täter machen kann, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium Westhessen (0611/345-0) oder jeder beliebigen Polizeidienststelle zu melden.
Erst vor einem Monat haben mutmaßliche Bewohner des Dichterviertels bei einer Störkundgebung gegen die Demonstration für Meinungsfreiheit die „Buntheit“ ihres Kiezes über den grünen Klee gelobt. Glaubt man den Wahlumfragen, dann wird es wohl nach dem 28. Oktober dort noch viel bunter werden. Wie bestellt so geliefert. (KL)
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