StartPolitikEuropaFreiburgs OB: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus

Freiburgs OB: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus

Freiburg – Bereits kurz nach der minutiös geplanten muslimischen Gruppenvergewaltigung durch syrische Migranten sprach Freiburgs „parteiloser“ aber nicht unparteiischer Oberbürgermeister Martin Horn von „einem schweren Rückschlag des Sicherheitsgefühls“ und warnte gleichzeitig vor Leuten, die dieses Verbrechen „instrumentalisieren“. Gemeint war eine von der AfD organisierte Demo in der Freiburger Innenstadt, die von einer aufgehetzten Antifa attackiert wurde. In einem Interview mit der Badischen Zeitung, das entsetzte Zuhörer auch über YouTube verfolgen konnten, sprach der OB angesichts der GRUPPENVERGEWALTIGUNG von einem „Einzelfall“ und warnte vor „Pauschalisierungen“ von Flüchtlingen.

Das brachte angesichts täglich stattfindender ähnlicher Taten – fast zeitgleich fand eine Gruppenvergewaltigung durch Migranten in München statt – zahllose Zuschauer und Leser auf die Barrikaden. Nicht alle User fanden für das Stadtoberhaupt mit der holprigen Schulsprecherrhetorik nur kritische Worte. Laut einem Bericht des Focus hat der 33jährige auch Beleidigungen und Morddrohungen erhalten und nach einem wahren Shitstorm im Internet seine Accounts auf Twitter und Instagram deaktiviert. Die Masse an Nachrichten sei nicht mehr zu bewältigen gewesen, meine eine Sprecherin der Stadt. Der OB sei aber weiter über Facebook erreichbar. Damit wolle er zeigen, dass er sich nicht wegducke.

Kritik von FDP und SPD an verzögerter Festnahme

Unterdessen haben nicht nur die AfD sondern auch die andern „Oppositionsparteien“ den Druck auf die schwarz-grüne Landesregierung erhöht. So verlangte FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Mittwoch in Stuttgart Aufklärung darüber, warum der seit dem 10. Oktober vorliegende Haftbefehl gegen einen der Hauptverdächtigen zunächst nicht vollzogen wurde. SPD Vize-Landtagsfraktionschef Sascha Binder gab den Low and Order Man: „Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, aus welchen Gründen der Haftbefehl tatsächlich nicht vollstreckt wurde.“

Aus dem Innenministerium hieß es dazu, der tatsächliche Aufenthaltsort des Tatverdächtigen sei nicht gesichert gewesen.

Blogger weist Fake-Vorwürfe zurück

In einem Gespräch mit Jouwatch hat der Blogger Henryk Stöckl die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Fake-Verbreitung der Badischen Zeitung und Hufftingtonpost zurückgewiesen. Er und eine weitere Person seien Zeuge gewesen, dass ein Polizist mit blutüberströmtem Gesicht an einer Mauer lehnte. Laut Polizeibericht soll diese Verletzung nicht durch die Einwirkung dritter entstanden sein. Stöckl selbst geriet bei einem Versuch den Polizeieinsatz zu filmen, in die Gegendemo und wurde körperlich angegangen und gejagt. Einen Angriff auf eine Mutter und deren Sohn spielt die Freiburger Polizei folgender maßen herunter:  „Nach Beendigung einer #Demonstration am Montagabend geraten Versammlungsteilnehmer auf dem Heimweg in der Freiburger Innenstadt in ein Gerangel mit mutmaßlichen Gegendemonstranten. #Polizei“ Außerdem habe er gesehen, dass die Polizei teilweise mit massivem Körpereinsatz den eingekesselten Demonstranten befreien musste. Auch hierzu klingt der Polizeibericht irreführend: „Nach jetzigem Kenntnisstand wurde die Identität von vier Personen wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und anderer Straftaten festgestellt. Zwei Personen machten bislang Verletzungen aufgrund polizeilicher Maßnahmen geltend.“ Auch Pfefferspray kam zum Einsatz. Auf dem Video sah man Berittene.  „Die Stimmung war unglaublich aufgeheizt“, berichtet Stöckl.  Vielleicht hat sich die Freiburger Polizei in den letzten Jahren an solche Szenen gewöhnt. Irgendwann werden dann wohl auch Gruppenvergewaltigungen zum Alltag. So wie im schwedischen Malmö, und diejenigen die kritisch darüber berichten, verbreiten dann Fake-news und Hate speech. Alles klar, oder (KL)

@jouwatch

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