Tilo Jung (33) ist deutscher Journalist und Podcaster. Seine Selbstbezeichnung lautet „freier Chefredakteur“ des Interview-Formats Jung & Naiv. Von 2013 bis 2014 war er Moderator beim deutschen Fernsehsender Joiz. Seit 2015 berichtet er aus den Bundespressekonferenzen. Bei Twitter hat er nun einen bezeichnenden Einblick in sein Verständnis von Journalismus gewährt.

Was schreibt man dazu noch auf seiner „Feinstaubbelastungsleugnertastatur„? Daß es statt „Leugnern“ hätte „Leugner“ heißen müssen, könnte man schreiben. Oder daß unsereiner gelernt hat, Journalisten zu mißtrauen, die angeblich gelernt haben, Existentes „medial zu ignorieren„. Weil unsereiner gelernt hat, sich immer zu fragen, warum ein Journalist partout nicht über das berichten will, was es gibt. Und daß er dabei zu dem Schluß kommt, daß derlei von „wir Journalisten“ in der DDR „gelernt“ wurde.
Am besten setzt man einfach einen Link zum Duden. Der Galgenstrick: Synonym für Bengel, Bösewicht, Lümmel, Spitzbube, Strolch, Tunichtgut. – Damit der Jungsche seinen Wortschatz erweitert und die begriffliche Vielfalt der deutschen Sprache kennenlernt, die seit der Erfindung von „die Menschen“ schwer unter die Räder gekommen ist bei dem, was „wir Journalisten“ heute lernen. Und weil ich gerade dabei bin: Einen Journalisten mit einem „sozialethisch fragwürdigen Charakter“ nannte man in den Zeiten vor der Erfindung der Politischen Korrektheit der Einfachheit halber ein „Arschloch“.
@jouwatch
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