Berlin/Neukölln – Eine Rollstuhlfahrerin wurde am Sonntagabend von Jugendlichen am Neuköllner U-Bahnhof zusammengetreten. Der Grund: Die Frau soll die Dreiergruppe, die Messer und einen Schlagstock mit sich führten, rassistisch beleidigt haben.
Nach bisherigem polizeilichem Erkenntnissstand hielten sich am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr zwei 16-Jährige zusammen mit einem unbekannten Jugendlichen auf dem U-Bahnhof Neukölln auf und warteten auf das Einfahren eines Zuges. Dabei gerieten sie, wie die Polizei in einer Mitteilung darstellt, in Streit mit einer Rollstuhlfahrerin. Dies soll die Jugendlichen „rassistisch“ beleidigt haben. Was die Frau gesagt haben soll, wird nicht mitgeteilt.
Zudem soll die Gehbehinderte plötzlich aus ihrem Rollstuhl aufgestanden und auf einen der 16-Jährigen zugegangen sein. Dieser habe die Frau daraufhin getreten haben, so dass sie zu Boden stürzte. Am Boden liegend sollen der 16-Jährige und dessen unbekannter Begleiter auf die Frau wiederholt eingetreten haben. Noch bevor die alarmierte Polizei am Tatort eintraf, versuchten die Jugendlichen zu flüchten. Die beiden 16-Jährigen konnten die Beamten noch festhalten. Der unbekannte Begleiter flüchtete unerkannt.
Die unbekannte Rollstuhlfahrerin sei mit der U-Bahn vom Ort des Geschehens geflüchtet, heißt es dazu weiter. Polizisten brachten die beiden 16-Jährigen in eine Gefangenensammelstelle. Nach der Untersuchung und erkennungsdienstlichen Behandlungen wurden diese wieder entlassen. Bei den Durchsuchungen fand die Polizei bei den Jugendlichen Waffen in Form von Messern und bei einem einen Schlagstock.
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