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Bundesregierung mit Filmriss

Bundesregierung mit geförderten Kinofilmen unzufrieden

Ja, Sie lesen richtig. Die Bundesregierung finanziert bzw. unterstützt die Filmwirtschaft. Die Ergebnisse sind aus deren Sicht aber suboptimal. Kulturstaatsministerin Grütters teilte auf dem „Deutschen Produzententag“ in Berlin mit, dass es 2018 wenig zugkräftige Filme, vor allem aus Deutschland, gab. So sieht also der Schwerpunkt der Bundesregierung aus. Wirtschaft, Energie, innere und äußere Sicherheit, Steuern etc. sind zu vernachlässigen. Aber die „Kulturschaffenden“ bereiten Frau Grütters Sorge.

(…) „Ich kann und will nicht verhehlen, dass ich – wie im Übrigen viele andere auch – durchaus ein gewisses Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag sehe: zwischen dem massiven Ausbau der deutschen Filmförderung einerseits und der Strahlkraft (!!!) des deutschen Films wie auch der Zahl deutscher Filmerfolge andererseits.“

Da stellt sich spontan die Frage, weshalb die Bundesregierung überhaupt Filme mit deutschem Steuergeld fördert? Prinzipiell ist eine Förderung niveau- und anspruchsvoller Filme ohne ideologische Einfärbung, die sozusagen zeitlos sind (z.B. „Die Nibelungen“, „Metropolis“, „Das Boot“, „Die Feuerzangenbowle“ etc.), nicht zu beanstanden. Bei einem Blick auf bundesregierung.de zum Thema Filmförderung erschlägt einen aber der geballte „Zeitgeist“. Hier nur ein kleiner Auszug.

„Pelikanblut“, (…) Fördersumme: 500.000 Euro, Inhalt: Der verzweifelte Kampf einer Mutter um ihre emotional verletzte Adoptivtochter führt zu einer extremen Entscheidung.

„Eine Frau“, (…) Fördersumme: 350.000 Euro, Inhalt: Der stolzen und widerstandskräftigen Deutsch-Türkin Zeynep (25) wird vorgeworfen, ihren Mann betrogen zu haben. Sie ist gezwungen zu ihrem herrischen Bruder und seiner unterwürfigen Frau in die Provinz zu ziehen. Als moderne Frau landet sie geradewegs in einem festgefahrenen Patriarchat.

„Exil“, (…) Fördersumme: 600.000 Euro, Inhalt:. Erzählt wird die Geschichte eines Ingenieurs ausländischer Herkunft, der sich in seiner Arbeitsstelle diskriminiert und gemobbt fühlt und dadurch in eine Identitätskrise gerät.

„Die letzte Stadt“, (…) Fördersumme: 395.000 Euro, Inhalt: Die letzte Stadt spielt in den fünf Städten Beer Sheva, Athen, Belgrad, Hongkong und Sao Paulo und handelt von Traumata und Tabus – diskutiert von einer sich immer wieder neu zusammensetzenden Reihe von Protagonisten auf der Suche nach Lösungen.

Damit soll es auch gut sein. Nach Lektüre der Filminhalte hätten vernunftbegabte Menschen sofort feststellen können, dass jeder investierte Steuer-EURO einer zu viel und die Erfolglosigkeit vorprogrammiert ist. Wer außer der grün-links drehenden Bionade-Bourgeoisie will so etwas sehen? Anstatt einfach eine fast kostenlose Internetbefragung zum Sehverhalten von Kinogängern und deren Bedürfnissen zu veranlassen, möchte Frau Grütters gemeinsam mit der Branche an einem „runden Tisch“ Verfahren und Strukturen der wirtschaftlichen Filmförderung diskutieren.

Hört sich nicht gut für den Steuerzahler an. Abschließend sei zu sagen, dass neben der Bundesregierung auch der zwangsfinanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Gesellschaften im Filmförderbetrieb munter mitmischt. Auch möchte die EU, dass Streaming-Diensten ab 2020 mindestens 30 Prozent regionale Inhalte anbieten müssen. Gute Nachrichten für die „Kulturschaffenden“.

@jouwatch

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