Berlin – Was soll das Gelabere in diesem so genannten Werkstattgespräch, wenn die Hauptschuldigen der Asylkrise, Angela Merkel und Thomas de Maizière (CDU) gar nicht daran teilnehmen? Der ehemalige Innenminister kann dagegen nachvollziehen, dass er nicht zu den Werkstattgesprächen seiner Partei eingeladen wurde, die von der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer ins Leben gerufen wurden, um die Flüchtlingskrise parteiintern aufzuarbeiten. „Ich habe mit Annegret Kramp-Karrenbauer über die Veranstaltung geredet. Aber ich werde nicht dabei sein“, sagte de Maizière der „Bild am Sonntag“.
„In dem Werkstattgespräch sollten ja vor allem die Mitglieder mit ihrer Meinung zu Wort kommen. Die Schlagzeile `De Maizière verteidigt seine Rolle in der Flüchtlingskrise` wäre da nicht dienlich“, so der CDU-Politiker weiter. Der Ex-Innenminister hat aber genaue Vorstellungen, welches Ergebnis bei den Werkstattgesprächen wünschenswert sei: Idealerweise solle dabei herauskommen, „dass die Regierung verantwortlich gehandelt hat und trotzdem nicht jeder Kritiker der Flüchtlingspolitik per se unrecht hat“.
Und damit hat er Recht, denn nicht anderes als „Wir haben es geschafft“ wird das Ergebnis dieser überflüssigen Veranstaltung sein. Vielleicht hier und da ein kleiner Rüffel, aber mit Sicherheit keine Konsequenzen.
(Quelle: dts)



