Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man schallend darüber lachen. Ausgerechnet die hypermoralisierenden Nattern, dumm wie zehn Meter Feldweg, die Moralmutti Merkel (MMM) an ihrer Brust nährt, haben sich auf Muttis Afrika-Beauftragten Günter Nooke eingeschossen. Was hat er verbrochen? Wir brauchen nicht lange zu raten: „Rassismus“ hat er verbrochen. Und „Kolonialismus“, auch. Vom „Rechtspopulismus“ ganz zu schweigen.
Kein vernünftiger Mensch – und Albert Schweitzer war zum Beispiel einer – würde ein paar Sachverhalte abstreiten, wenn es um Afrika geht. Genauer: Wenn es um den Typ Mensch geht, der dort lebt. Oder, um mit den Worten des roten Helmut Schmidt zu reden, als er im Bundestagswahlkampf 1980 über den schwarzen Franz Josef Strauß herzog: „Der redet nicht nur so, – der ist so.“ – Und das geht 2019 gar nicht.
„Merkels Afrika-Beauftragtem Günter Nooke wurde nach einem Interview vorgeworfen, er bediene koloniale Stereotype und komme „rassistischen Positionen“ entgegen. Rücktrittsforderungen wurden laut. Nun kam es zur Aussprache mit Experten.“, schreibt die „Welt“. Was das wohl wieder für Experten gewesen sein mögen?
Es handelt sich um die Experten vom „Institut für Afrikanistik und Ägyptologie“ an der Universität Köln. Sie haben in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin den Rücktritt ihres Afrika-Beauftragten Nooke gefordert, weil der in einem Interview mit der B.Z. vom Oktober vergangenen Jahres „rechtspopulistischen und rassistischen Positionen“ entgegen gekommen sei. Hat Nooke wahrheitswidrig behauptet, daß er weder Neger*In noch Neger sei? Nein, er hat gesagt, Afrika sei bisweilen ein wenig „archaisch„. Tja, so etwas darf man eben in Deutschland nicht mehr so einfach sagen. Und Nookes Chefin in ihrer Funktion als Deutschland-Beauftragte ist daran nicht ganz unschuldig. Hat Nooke sonst noch etwas rassistisches behauptet?- Aber hallo. Der einstige DDR-Bürgerrechtler wagte es, dreist zu behaupten, daß die Gesellschaften in Afrika „anders funktionieren“. – Malheur, Malheur. Sonst noch was? Daß es „Clanstrukturen“ gebe und daß wegen der hohen Temperaturen und einer Luftfeuchtigkeit, die glatt an Nässe grenzt, „die Arbeitsproduktivität auf dem Bau eine andere ist als hier“. Und als ob das nicht schon eine rassistische Quadratsauerei ersten Ranges gewesen wäre, setzte Nooke noch eine frauenfeindliche oben drauf: „In Niger bekommen die Frauen im Schnitt 7,3 Kinder, die Männer hätten gern elf!“ – Ja, spinnt der Mann? Was glaubt der eigentlich, wo er lebt?
Nooke scheint völlig gar den Verstand verloren zu haben. Mit den 7,3 zu 11 Kindern war er nämlich noch nicht fertig. Als die ersten Antirassisten bei der B.Z. schon bewußtlos am Boden gelegen sind, sind ihm die Migranten eingefallen, und prompt schob er die folgende Unglaublichkeit noch hinterher: Vielleicht sei ein afrikanischer Regierungschef bereit, ein Teilterritorium zu verpachten. Dort könnten „in Wirtschaftssonderzonen Migranten angesiedelt werden, unterstützt von der Weltbank oder der EU oder einzelnen Staaten“. Und schließlich zitierte er „Experten, auch Afrikaner“, die sagten: „Der Kalte Krieg hat Afrika mehr geschadet als die Kolonialzeit.“, schreibt die „Welt“, ohne sich zu schämen. – Mein Riechsalzfläschchen, schnell!
Das letzte, wirklich das allerletzte, was ich wollen würde, das wäre, daß ich von den Experten des Insituts für Afrikanistik und Ägyptologie für einen Rassisten gehalten werde. Immer wenn ich Louis Armstrongs „What A Wonderful World“ singe, drücke ich mir mit dem Zeigefinger die Nasenspitze platt, damit die Nasenflügel so aussehen, als wäre ich das Original. Im Leben nicht möchte ich von irgendwelchen Experten mit einem Rassisten verwechselt werden. Und mit einem rassistischen Sexisten schon dreimal nicht. Die armen Negerfrauen in Afrika mit ihren 7,3 Kindern.
Übrigens: Weil die afrikanistischen Experten vermutlich nicht nur Rassendemokraten, sondern auch antirassistische Geschlechterdemokraten sind, könnten sie ja mal einen Kompromiss für Afrika vorschlagen, anstatt billig an Günter Nooke herumzumäkeln. Nicht 7,3 und nicht 11, sondern 9,2 Kinder wären geschlechterdemokratisch kompromissfähig für afrikanische Männer und Frauen jedweden Negergeschlechts.
Aber sei´s drum. Die „Welt“ weiß jetzt Folgendes: Am Mittwoch kam es im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin zur Aussprache zwischen Nooke und den Afrikanisten. In der für Journalisten zugänglichen zweistündigen Debatte, die nicht immer frei war vom Anschein eines Tribunals und von gereizten Reaktionen, wollte Kramer wissen, ob Nooke weiterhin zu seinen Interviewaussagen stehe.
Har-har-har! „Nicht immer frei vom Anschein eines Tribunals“ – das ist einfach zu köstlich. So formuliert man heute. Wenn es um einen absoluten Vollidioten geht: „nicht immer frei von Intelligenzausfällen“. Ich kann nicht mehr. Und wer ist überhaupt dieser Kramer? – Obacht: Es ist Frau Professor*In Kra*ämer*In. Sie ist Vorsitzendennennende*Innende der Afrikanisten*Innen und hat diesen offenen Brief verfasst. Und Nooke ist ihr persönlicher Galileo Galilei. „Wollt Ihr abschwören, naseweiser Elender?“
Aber Günter Nooke hielt sich wacker vor diesem östrogenalen Afrikanisten-Tribunal-Dingens und nahm der Kramer*In den Wind aus den Segelohren. Er sagte nämlich ganz einfach, daß ihm jeder Rassismus völlig wesensfremd sei. Und dann schob er listig hinterher, daß er schließlich „Entwicklung“ gesagt habe, und nicht „Höherentwicklung“. Daraufhin hob allgemeines Murren an unter den enttäuschten Eiferern und man verständigte sich darauf, aneinander vorbeigeredet zu haben. So, wie das halt in Ministerien üblich ist. Das mit der „Entwicklung“ war schon clever von Nooke. Das hat ihm den Scheiterhaufen erspart. Ist ja auch logisch. Wenn man sich die Resultate von „Entwicklungshilfe“ für die Neger in Afrika anschaut, geht es ganz klar nicht um „Höherentwicklung“, außerdem schon aus logischen Gründen nicht. Wenn eh schon alle Menschen gleich sind, wozu sollte dann der eine dem anderen Entwicklungshilfe leisten? Damit er sich in eine Ungleichheit hineinentwickelt, vielleicht? Im Leben nicht.
Jedenfalls: Die Kolonialismus- und Rechtspopulismus-Posse, die da wieder rund um die Äußerungen eines alten weißen Mannes veranstaltet worden ist, bestätigt meine Einschätzung ein weiteres Mal, daß es an der Zeit ist, die Bundesrepublik Deutschland umzubenennen in „Östrogenale Klapsenrepublik Buntland“, oder, wer´s kürzer mag, in „Merkelstan“. Wenn ich schon niemandem mehr ein Geschlecht zuschreiben mag, wie käme ich dann dazu, ihm vorzuschreiben, wie er das Land nennen soll, in dem er lebt? – Na eben, geht doch.
@jouwatch



