StartZARONEWS PresseAgenturTürkische Hochzeit: Bürgerkriegsszenario auf Autobahn hat Nachspiel

Türkische Hochzeit: Bürgerkriegsszenario auf Autobahn hat Nachspiel

HÖSBACH/ ASCHAFFENBURG. – Das bürgerkriegsähnliche Szenario einer türkischen Hochzeit, dass Anfang Februar Verkehrsteilnehmer auf der A3 unweit von Aschaffenburg in Atem hielt, hat ein juristisches Nachspiel. Die Teilnehmer der Hochzeit hatten ausgerechnet in den gefährlichen Einhausungen bei Hösbach riskante Bremsmanöver durchgeführt, andere Autofahrer blockiert und gaben zahlreiche Schüsse aus Schreckschusswaffen ab. Anschließend randalierten sie in der Aschaffenburger Innenstadt weiter. Nun ermittelt die die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und Verstöße gegen das Waffengesetz. Letzte Woche erfolgte die Durchsuchung von insgesamt neun Wohnungen.

Laut Polizeibericht begann die Fahrt des aggressiven Konvois am 8. Februar in Alzenau-Michelbach. Weiter ging es über Laufach an der Anschlussstelle Hösbach auf die A3 auf und von dort bis zur Anschlussstelle Aschaffenburg-Ost weiter. „Die Fahrzeug-Kolonne verlangsamte ihre Fahrt in der Einhausung der Autobahn, führte riskante Bremsmanöver durch und bildete eine Blockade für anderer Verkehrsteilnehmer, während die Teilnehmer des Auto-Korsos filmten. Zudem gaben sie zahllose Schüsse aus mehreren Schreckschusspistolen ab. Danach wurden im Bereich der Aschaffenburger Innenstadt aus mehreren Schreckschusswaffen Schüsse abgegeben und Verkehrsteilnehmer durch Überholmanöver gefährdet.“

Die Zeitung Extratipp, die das feindliche Szenario wie Ausschnitte aus einem Actionfirm beschreibt, ergänzt den Polizeibericht durch detaillierte Aufzählungen der feindlichen Übergriffe im Innenstadtbereich von Aschaffenburg. Dort wurden Verkehrskreisel blockiert, weitere Schüsse abgefeuert und Passanten beleidigt. „Kurz darauf konnte die Polizei den Großteil der Hochzeitsgesellschaft stoppen, auch das Brautpaar war dabei. In den Autos konnten unter anderem eine Schreckschusspistole samt Munition, ein Schlagring und nicht zugelassene Feuerwerkskörper sichergestellt werden,“ schreibt die Zeitung.

Weiter heißt es im Polizeibericht:

„Die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach führt seitdem, in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg, die Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Landfriedenbruchs, Verstößen gegen das Waffengesetz, Gefährdung des Straßenverkehrs und Nötigung gegen aktuell 30 Beschuldigte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg erließ das Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt neun Objekte im Landkreis Aschaffenburg sowie in Hessen. Am Dienstag erfolgten mit Unterstützung der angrenzenden Dienststellen aus Aschaffenburg, Alzenau, der Kripo Aschaffenburg, den operativen Ergänzungsdiensten Aschaffenburg sowie den Polizeistationen Rüsselsheim und Gelnhausen die Durchsuchungen. Es wurden neben einer Schreckschusspistole samt Munition mehrere Smartphones und weitere Datenträger als Beweismittel sichergestellt.“

Zwei Fälle in vier Tagen

Wie die Medienplattform infranken bereits am 8. Februar in ihrer ersten Meldung mitteilte, soll es sich bei der Hochzeitsgesellschaft um türkische Staatsbürger handeln. Vier Tage zuvor hatte ebenfalls eine türkische Hochzeitsgesellschaft den Verkehr auf der A8 bei Esslingen lahmgelegt. Auch hier wurden nach Angaben von infranken andere Verkehrsteilnehmer bösartig ausgebremst. Ein wahrhaft symbolischer Akt!

Hochzeiten unterschieden sich innerhalb der Kulturkreise wohl erheblich voneinander. Hochzeiten der westlichen Gesellschaften sind meist fröhliche friedliche Feste, mit Musik und Tanz. Die andere Variante machen den Anschein von Machtdemonstrationen und Kriegserklärungen. Mutmaßlich mit dem Willen dem anderen zu zeigen, wer der Herr auf der Straße und im Land ist. Dank Kuscheljustiz, Willkommenskultur und rotgrüner Unterwürfigkeit und bunter Toleranz scheint dieser Plan sogar aufzugehen. (KL)

@jouwatch

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