StartZARONEWS PresseAgenturMigrantenunruhen und brennende Autos in Grenoble

Migrantenunruhen und brennende Autos in Grenoble

Frankreich/Grenoble – In der historischen Stadt Grenoble in der Alpenregion Frankreichs, halten die Migrantenunruhen seit Samstagnacht an. Zuvor waren zwei Jugendliche zu Tode gekommen, als sie eine Polizeiabsperrung durchbrechen wollten.

Wie der Figaro berichtet, verfolgte die Polizei in Grenoble zwei „Jugendliche“ (17 und 19), die ohne Helm mit erhöhter Geschwindigkeit fuhren und daraufhin auch vor einem Polizei-Kontrollposten nicht Halt machten. Dabei kam es zu einem Unfall, bei dem die Jugendlichen getötet wurden. Seither toben brutale Unruhen in der Stadt, die seit Samstag nicht zur Ruhe kommt. Laut Polizeilmeldungen wurden bisher 65 Autos in Brand gesteckt und Beamte mit Molotov-Cocktails attackiert.

Scheinbar als Reaktion auf den Tod der Jugendlichen, wurden in der Nacht Fahrzeuge angezündet. Es sind nicht die ersten Unruhen dieser Art in Frankreich. 2005 kam es im Banlieue des Großraums Paris zu tagelangen Migrantenaufständen durch die muslimische Bevölkerung in den Vorstädten, nachdem zwei Heranwachsende vor der Polizei geflüchtet und dabei verunglückt waren. Ähnliche Aufstände gab es seither immer wieder.

Der Politiker Gilbert Collard vom Rassemblement National (ehemals Front National), äußerte sich auf Twitter mit folgenden Worten: „In dieser Nacht in Grenoble haben die Aufständischen im Mistral-Bezirk versucht Polizeikräfte und Feuerwehrleute mit Molotov-Cocktails zu töten, um den Tod zweier Verdächtiger bei einem Mottoradunfall zu «rächen».“

Während der Bürgermeister von Grenoble zur Ruhe aufruft, brennen die Straßenzüge weiter. Bisher gab es nur eine einzige erfolgreiche Verhaftung durch die Polizei, nachdem ein Verdächtiger Steine auf die Beamten geworfen hatte. (CK)

@jouwatch

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