Baden-Württemberg/Bruchsal – Die JVA Karlsruhe und deren Außenstelle in Bruchsal stoßen an ihre Grenzen. Nun meldet sich der Gesamtpersonalrat der JVA Bruchsal zu Wort: Bei den Angriffen auf Vollzugsbeamte handelt es sich nicht um „Ausreißer“. Es handelt sich um einen Landes-Trend.
Im vergangenen Jahr zählte das Justizministerium in den Anstalten des Landes insgesamt 34 Angriffe auf 44 Bedienstete – der höchste Stand mindestens seit dem Jahr 2010. Im vergangenen Jahr ereigneten sich laut Justizministerium allein fünf Übergriffe auf Bedienstete der JVA Bruchsal. Beleidigungen und Bedrohungen nehmen demnach ebenso zu wie tätliche Angriffe, „die in keiner amtlichen Statistik erscheinen“, da in der Statistik des Ministeriums nur Angriffe erfasst werden, die eine Dienstunfähigkeit des Beamten zur Folge haben, teilt Gesamtpersonalratsvorsitzende Uwe Alt gegenüber der BNN mit.
Die Erklärung des zuständigen Justizminister Guido Wolf (CDU): Die Übergriffe seien die Folge der gestiegenen Gewaltbereitschaft in den Justizvollzugsanstalten des Landes. Überbelegung, Sprachbarrieren und eine zunehmend schwierige Klientel „sorgen hier für große Spannungen, die sich jederzeit in Gewalt entladen können“, so der CDU-Politiker, dessen Partei wegen einer unverantwortlichen Massenmigration maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass JVA-Beamte unter dieser importieren Gewalt zu leiden haben.
Die fünf registrierten Angriffe in Bruchsal aus dem vergangenen Jahr seien keine Ausreißer, betonte der Gesamtpersonalratsvorsitzende Uwe Alt gegenüber der Zeitung. „Auch bei uns in der JVA lässt sich generell der traurige Landes-Trend bestätigen.“ (SB)
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