Österreichs Bundeskanzler hat am Mittwoch bestätigt, dass es eine Verbindung zwischen dem neuseeländischen Attentäter und den rechtsextremen Identitären gibt.
Die Bundesregierung prüfe die Auflösung der Organisation. Es gebe „keine Toleranz für gefährliche Ideologien, ganz gleich, aus welcher Ecke sie kommen“, erklärte Kurz.
Man könne eine finanzielle Unterstützung und somit Verbindung des neuseeländischen Attentäters mit den Identitären bestätigen. Egal welche Art von Extremismus, „sowas darf keinen Platz in unserem Land und in unserer Gesellschaft haben“ und dürfe „niemals toleriert werden“.
Man werde mit der „vollen Härte des Gesetzes“ gegen derartiges Gedankengut vorgehen. Es müsse geklärt werden, ob es hier „Machenschaften im Hintergrund“ gegeben habe.
Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) schloss sich dieser Auffassung an.
Der mutmaßliche Attentäter von Christchurch, ein 28-jähriger Australier, hat nach Behörden-Angaben Anfang 2018 den „Identitären” 1500 Euro gespendet. Im Zusammenhang mit der Geldüberweisung wurde die Wohnung des Sprechers der Identitären, Martin Sellner, durchsucht. Sellner selbst bestätigte das in einem Video und sagte, gegen ihn werde wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt.
Bei dem Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch am 15. März wurden 50 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Ihm droht lebenslange Haft.



