Würzburg – Flüchtlingsliebende Abschiebungsgegner haben ihrem so bezeichneten „Unmut“ Luft gemacht. Sie schrieben auf zwanzig Meter Länge „Abschiebung=Mord“ in bunten Lettern auf eine historische Mauer in dem berühmten Weinberg Stein. Die Schmiererei traf einen Bio-Winzer und der hat jetzt ein massives Problem.
Der Schaden beträgt laut Merkur schlappe 7500 Euro und ist nicht so ohne Weiteres zu entfernen. Denn im Bio-Weinberg dürfen die entsprechenden Chemikalien nicht eingesetzt werden. Die Abschiebungs=Mord-Kämpfer hatten in der Nacht zum Montag zur beliebten Spraydose gegriffen.
Die Farbe sei nicht einfach mit Chemikalien zu entfernen, da es sich um einen historische Mauer in einem Bio-Anbaugebiet handele. Sauber gemacht wird auf jeden Fall, teilt Winzer Ludwig Knoll mit. Vorerst müsse aber geklärt werden, wem die historische Mauer gehöre, ihm oder der Stadt. Auch sonst zeigt der Bio-Winzer viel Verständnis für die Sachbeschädigung in seinem Weinberg: „Prinzipiell finde ich politische Aussagen wichtig und gut und auch in der heutigen Zeit finde ich es wichtig, dass man sich zu Wort meldet. Die Art und Weise wie es gemacht wird, darüber kann man sich streiten“, so der solidarische Winzer Knoll vom Weingut am Stein laut BR.
„Schnöde Betonwände kann man gerne besprühen, aber hier finde ich es wirklich unpassend“, so die Mini-Kritik von Ludwig Knoll, der es offenbar ok findet, wenn es einen x-beliebigen Hausbesitzer mit Betonwand trifft und der den Schaden hat. In Deutschland gilt der Würzburger Stein „als größte zusammenhängende Einzellage“ und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für Spaziergänger und Freizeitsportler. (MS)
@jouwatch



