StartZARONEWS PresseAgentur„Gekapertes“ Piratenschiff – das Märchen vom „verletzlichen Menschen“

„Gekapertes“ Piratenschiff – das Märchen vom „verletzlichen Menschen“

Die Übernahme des libyschen Frachters El Hiblu 1 durch sogenannte Flüchtlinge zeige die „große Verzweiflung von verletztlichen Menschen auf der Flucht“, behauptete die Organisation  Ärzte ohne Grenzen. Die Medienlandschaft gab sich entsetzt über Matteo Salvini, er als einer der Ersten offen von Piraterie sprach. Mit welcher Gewaltbereitschaft die „verzweifelten Flüchtlinge“ den Kapitän Nader el-Hiblu stundenlang in Todesangst versetzten, verrät er nun in einem Interview mit einer maltesischen Zeitung. 

Als die Afrikaner mitbekamen, das der Öltanker, der sie an Bord genommen hatte Richtung libysche Küste steuerte seien die Migranten regelrecht durchgedreht, erzählt Kapitän Nader el-Hiblu. Bewaffnet mit Eisenstöcken machten sie sich auf in Richtung Kommandobrücke.“Sie waren total verrückt und schrien Dreh um Dreh um, Dreh um“, es sei der reinste Horror gewesen so Nader el-Hiblu.

„Sie haben das Cockpit angegriffen, schlugen heftig gegen Türen und Fenster und drohten das Schiff kurz und klein zu schlagen“, so der 42-jährige Kapitän. Er und die fünf anderen Crewmitglieder hätten um ihr Leben gebangt. Deshalb habe er ihren Forderungen nachgegeben und das Schiff Richtung Europa gesteuert, berichtet Independent Malta.

Das Drama begann am Dienstagnachmittag, als sein Tanker von Istanbul nach Libyen fuhr. Er wurde von einem oben fliegenden Militärflugzeug kontaktiert, das ihn auf ein Boot aufmerksam machte, in dem Menschen Hilfe benötigten. Kapitän Nader el-Hiblu näherte sich dem Boot, in dem 98 Männer sowie einige Frauen und Kindern saßen.

„Ich nahm die Leute an Bord. Sechs von ihnen weigerten sich einzusteigen aus Angst, dass ich sie nach Libyen bringe. Sie flohen, während das Flugzeug ihnen nachflog.“

Die afrikanischen Migranten glaubten, sie seien auf dem Weg nach Europa und „waren während der gesamten Reise entspannt und fröhlich.“ Als am Mittwoch die libysche Hauptstadt Tripolis in Sicht kam schlug die Stimmung schnell um. Den illegalen Einwanderern wurde bewusst, wohin die Reise ging und so entschlossen sich 25 von ihnen kurzerhand zum Angriff.

„Es war Horror. Das Boot war mir egal, aber nicht die Besatzungsmitglieder.“ El-Hiblu bleib nichts anderes übrig, als die libysche Hafenbehörde zu informieren, dass man Richtung Europa umkehre. „Sie werden mich töten und die anderen töten. Wir kehren um“, teilte er der Hafenbehörde mit.

Kurz vor Malta übernahm die maltesische Armee die Kontrolle über das Schiff, das am Donnerstagabend im Hafen von Valletta anlegte. Drei der gewaltbereiten Einwanderer müssen sich nun laut Welt wegen Terrorismus verantworten. Die angeblichen Teenager im Alter von 15, 16 und 19 Jahren aus Guinea und der Elfenbeinküste erschienen heute vor Gericht in Valletta. In Malta drohen ihnen im Falle einer Verurteilung Haftstrafen zwischen sieben Jahren und lebenslang. Die restlichen Migranten haben ihr Ziel erreicht. Sie wurden in Aufnahmelager gebracht. (MS)

@jouwatch

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