Dänemark – In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen kam es nach einem Bericht von Politiken zu gewalttätigen Protesten von Muslimen.
Insgesamt wurden am Sonntag laut Polizei 23 Personen im Zusammenhang mit den stundenlangen Ausschreitungen gegen die Polizei und dänische Anti-Islam-Protestler festgenommen. Der politische Aktivist Rasmus Paludan soll einen Koran im Vorfeld in die Luft geworfen haben, um seine Missachtung und Abneigung gegenüber dem Islam Ausdruck zu verleihen. Die Bewohner des multikulturell geprägten Stadtteils von Kopenhagen, in dem Paludan mit seinen Anhängern aufgetreten war, antworteten mit Gewalt.
Es wurden Polizisten angegriffen, Barrikaden errichtet und scheinbar auch versucht, Paludan selbst zu töten oder zu verletzen, wie die dänische Politikenberichtet. Bis in die Nacht hinein warfen die Muslime Steine auf die Beamten, zündeten Feuer auf der Straße an und konnten erst mit der geballten Konzentration von etwa 300 Polizisten ruhig gestellt werden. Dutzende Autos wurden zerstört und Geschäfte ebenfalls demoliert oder angezündet, wie Ekstrabladet berichtet.
Dänemark ist eines der wenigen skandinavischen Länder, welches mit einer rechtsliberalen Regierung derzeit einen strikten Anti-Einwanderungskurs fährt. Illegale Migranten werden an den Grenzen abgewiesen und straffällig gewordene Asylanten sollen auf einsamen Inseln untergebracht werden, bis sie abgeschoben werden können. In Dänemark leben viele Zehntausend Muslime, die bei einer Bevölkerung von knapp 5 Millionen sehr ins Gewicht fallen. (CK)
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