Saarland – Als Ex-Vorsitzender der Landesschiedskommission bei der saarländischen Linken war Nikolaus Leo Staut für Ausschlussanträge und Parteirauswürfe zuständig. Nun steht er und sein Lebensgefährte wegen Drogenschmuggels und Drogenhandels vor Gericht. Selbst Bundeskriminalamt und das FBI sollen in den Fall involviert gewesen sein, um den mutmaßlichen linken Drogendealer zur Strecke zu bringen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen den 66-jährigen Ex-Vorsitzende der Landesschiedskommission der Saar-Linken, Nikolaus Leo Staut und dessen 30-jährigen Lebenspartner wegen Drogenschmuggel und Drogenhandel. Vorgeworfen wird Straut, seit mindestens 2018 mit Marihuana, Haschisch, Amphetamin gehandelt zu haben. Seit August 2018 sitzt Staut wegen Fluchtgefahr in U-Haft. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. In den Fall waren laut der Bild-Zeitung selbst das Bundeskriminalamt und das amerikanische FBI involviert sind.
Aufgeflogen war der mutmaßliche linke Drogenverticker im August des vergangenen Jahres, als in Costa Rica eine Spezialeinheit ein internationales Drogenkartell hoch nahm, schwer bewaffnete Polizisten Häuser, Wohnungen und Lagerhäuser stürmten, Dealer festnahmen und Drogen sicherstellten. Hierbei stießen die Ermittler auch auf den Namen des Linken-Politiker Nikolaus Leo Staut. Der Linke wurde – bis die Staatsgewalt zugriff – vom Bundeskriminalamt und dem LKA im Saarland überwacht. Bei der Hausdurchsuchung im beschaulichen Saarlouis fanden die deutschen Polizisten zwei Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von rund 20 000 Euro, so die Bild. Zu den Vorwürfen hat sich Straut bislang nicht geäußert. (SB)
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