StartZARONEWS PresseAgenturHelle Aufregung bei „Menschenrechtlern“: Ungarn schiebt zwei afghanische Familien ab

Helle Aufregung bei „Menschenrechtlern“: Ungarn schiebt zwei afghanische Familien ab

Weltpresse, UN-Flüchtlingshilfswerk und Co sind empört: Über Nacht, quasi im Dunkeln habe der „Unrechtsstaat“ Ungarn seine Gesetze durchgesetzt und zwei Familien über die Grenze nach Serbien zurückgeschickt. Ungarn sei „das schlimmste Land der Welt“, findet eine der betroffenen Asylbewerberinnen, die ja angeblich vor Krieg und Tod auf der Flucht sind.

Vor vier Jahren seien die beiden afghanischen Brüder samt ihrer Familien Richtung Europa aufgebrochen, jetzt sei ihr Traum zerplatzt, klagt u.a. die MailOnline. Niemals habe der Clan es für möglich gehaltenen, dass die EU ihre Hoffnungen im „Dunkel der Nacht zerstört“,  jammert das britische Blatt.

Im Abstand von nur wenigen Stunden seien die beiden Brüder aus Afghanistan mitsamt ihrer Familien – insgesamt vier Erwachsene und sieben Kinder – von den ungarischen Behörden Dienstag in einer Nacht- und Nebelaktion über die serbische Grenze abgeschoben worden.

Es sei „zutiefst schockiert“ über das ungarische Vorgehen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk unterdessen mit. Die Asylbewerber bei Nacht zu zwingen, das Land zu verlassen, sei ein offensichtlicher Verstoß gegen das Völker- und EU-Recht, so die Ansicht des UN-Flüchtlingshilfswerk. Offensichtlich konnte der Europäische Gerichtshof eine weitere Abschiebung einer Flüchtlingsfamilie aus Ungarn in letzter Sekunde verhindern.

Einer der ausgewiesenen Jugendlichen, dessen Asylantrag  abgelehnt worden war, erklärte gegenüber The Associated Press, dass „gestern Abend alles furchtbar war“ und beide Familien zutiefst enttäuscht seien. Die ungarische Polizei hätte die fünfköpfige Familie vor die Wahl gestellt, entweder zurück nach Afghanistan oder nach Serbien zu gehen, wo sie zuvor zweieinhalb Jahre lang auf die Chance gewartet hatten, nach Ungarn einzuwandern, so der 16-Jährige  Mohamed Arab gegenüber den Pressevertretern in einem serbischen Migrantenlager in der Grenzstadt Subotica. „Es ist ihnen egal, daß meine Mutter schwanger ist, sie kümmern sich nicht um Menschenrechte, sie kümmern sich nicht um irgendetwas“, wirft Mohammad Arab den Ungarn vor. „Sie haben uns schlimmer als Tiere behandelt…alles war umsonst. Ich habe keine Träume mehr“, stellt der Teenager fest, der zuvor mit seiner Familie im Iran gelebt haben will. Die ungarischen Behörden hätten die Asylanträge gar nicht richtig geprüft, bevor sie sie abgelehnt hätten, wirft Mohammed ihnen vor. Serbische Flüchtlingshelfer sollen sich nun der beiden „zutiefst enttäuschten“ Familien angenommen haben.

„Die Behandlung dieser Familien, einschließlich ihrer Abschiebung aus dem ungarischen Hoheitsgebiet, ohne ernsthafte Anstrengungen ihren Anspruch auf Flüchtlingsstatus zu prüfen, ist zutiefst bedauerlich“, teilte der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen Filippo Grandi mit.

Ungarns Grenze zu Serbien ist mit doppelten Zaunreihen, Stacheldraht, Sensoren, Kameras und Wachtürmen gesichert. In Ungarn selbst gibt es sogenannte Transitzonen in den Grenzorten Röszke und Tompa, in denen Asylanträge gestellt werden können. Nur wenige dürfen diese Auffangzonen betreten, die nach Serbien hin offen sind. Wer sie in diese Richtung verlässt, verliert automatisch seinen Status als Asylbewerber. In Serbien warten die Reisewilligen oft Monate darauf, in diese ungarischen Zonen zu kommen, um so weiter ziehen zu können. (MS)

@jouwatch

Quelle!:

Empfohlene Artikel
- Advertisment - Beschreibung des Bildes