StartZARONEWS PresseAgentur„Praxisverbot“: Impfkritische Ärzte sollen ins Labor versetzt werden

„Praxisverbot“: Impfkritische Ärzte sollen ins Labor versetzt werden

Die Zensur in Deutschland ist jetzt auch in den Reihen der „Götter in Weiß“ angekommen. Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery will gegen impfkritische Ärzte vorgehen. Wer sich nicht „überzeugen“ lasse, soll nur noch“ im Labor oder als Gutachter“ tätig sein dürfen, findet das Ex-SPD-Mitglied.

Ein Arzt habe nicht „das Recht, Unsinn zu vertreten“, stellt der 66-Jährige laut Focus fest. Kollegen, die Eltern von Impfungen abraten, sollen künftig nicht mehr als Ärzte praktizieren dürfen. Dass man ihnen darüber hinaus nicht gleich auch noch die Approbation entziehen kann, scheint Montgomery zu bedauern, denn am Patienten will er sie zukünftig nicht mehr sehen.

Einen neuen „Masernrekord in Europa“ vermeldete im August vergangenen Jahres die WHO: Über 41.000 Infizierungen wurden im ersten Halbjahr 2018 verzeichnet. Nicht erst seitdem herrscht Panik auf der deutschen Titanic, obwohl damals in Deutschland nur 387 Masernfälle gemeldet wurde und damit laut gesundheitsstadtberlin weniger Menschen als im Vorjahreszeitraum erkrankt waren. Besonders viele Ansteckungen, insgesamt 1000 – habe es in Frankreich, Italien, Griechenland, Russland und Serbien gegeben, so die WHO. 37 Menschen seien europaweit an den Folgen einer Masernerkrankung gestorben. Die Impfquote stagniere in Deutschland seit Jahren bei etwa 93 Prozent – zu wenig befinden Experten.

Steht ein Elefant im Raum?

Im Januar wies das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf die hohe Bedeutung der MMR-Schutzimpfungen (Masern, Mumps, Röteln) bei Migranten hin. Insgesamt würden sogenannte Migranten und Flüchtlinge zwar „kein größeres gesundheitliches Risiko für die Allgemeinbevölkerung“ darstellen, sie seien aber durch fehlenden Impfschutz „gut geeignete Vektoren“, so das Institut. Jugendlichen mit Migrationshintergrund fehle in Deutschland häufiger die erste oder zweite Masernimpfung, als Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund, das sei aber „kein Grund bei Masern-Ausbrüchen immer wieder nur allein auf die Migranten und Flüchtlinge zu schauen“, stellt das politisch korrekte ECDC fest.Nach Angaben einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) aus dem Jahr 2017 seien 150.000 Kinder des Jahrgangs 2013 nicht vollständig und weitere 28.000 Kinder überhaupt nicht gegen Masern geschützt gewesen. Als „Problemregionen“ gelten die Ballungszentren des Landes, allen voran Dresden, Hamburg, Köln, Leipzig und München. Spitzenreiter ist mal wieder Berlin- mit 7.300 Kindern ohne ausreichenden MMR-Impfschutz. Als Konsequenz sollen nicht nur die als „Vektoren“ bezeichneten Neubürger, sondern gleich alle in Deutschland geborenen Kinder unter die Impfspritze gezwungen werden.Wo ein Elefant steht, ist der zweite nicht weit

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will zum März kommenden Jahres die gesetzliche Pflicht zur Masern-Impfung einführen und Eltern, die sich widersetzen mit Bußgeldern bis zu 2500 Euro abstrafen. Ungeimpfte Kinder sollen künftig vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Das Jens Spahn das Thema Gesundheit besonders „am Herzen“ liegt ist kein Wunder, denn er verfügt dank seiner ehemaligen Lobbyarbeit für die Pharma- und Medizinindustrie sicherlich noch heute über das nötige „Hintergrundwissen“ und die dazugehörigen Kontakte.

2006 gründete der zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre alte Karrierist Jens Spahn zusammen mit seinem Freund Markus Jasper, damaliger Leiter seines Abgeordnetenbüros, und dem Lobbyisten Max Müller eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), über die er jahrelang an „Politas“, einer Lobbyagentur für Pharmaklienten, beteiligt war, wie das Portal lobbypediazu berichten weiß. Seine Anteile an dem Unternehmen habe er dann 2010 verkauft, “ um den Eindruck eines möglichen Interessenkonflikts zu vermeiden“. Trotzdem dürfte er dank der damaligen Tätigkeit auch heute noch über umfangreiche Erfahrungen mit der Pharmaindustrie sowie gute Kontakte verfügen.

Ein Zusammenhang zwischen seiner heutigen „Impf-Wut“ angesichts der knapp 400 gemeldeten Maser-Fälle des vergangenen Jahres, den damit einhergehenden Gewinnen für die Pharmaindustrie und seiner ehemaligen Tätigkeit für dieselbe, ist natürlich völlig ausgeschlossen.

„Nur mit einer gesunden Bevölkerung ist Staat zu machen“ bewirbt sich die Pharmaindustrie selbst und nennt sich laut pharma-fakten „elementarer Bestandteil einer gesunden Wirtschaft, Innovationstreiber, Wachstums- und Beschäftigungsgarant, Motor für Wachstum und Beschäftigung“. Deshalb würden immer mehr Bundesländer den Dialog mit ihr suchen. Beim Thema Impfen scheint die Strategie aufzugehen. (MS)

@jouwatch

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