StartZARONEWS PresseAgenturPanik als Ablenkungsmanöver: Der grüne Bluff

Panik als Ablenkungsmanöver: Der grüne Bluff

Eine Woche nach der Europawahl, deren grünlastiges Ergebnis den schockierenden Realitätsverlust einer verwöhnt-verspielten Mehrheitsgesellschaft manifestiert hat, empfiehlt es sich innezuhalten und zu reflektieren, wie in Dreiteufelsnamen es bitte möglich sein konnte, dass eine regulierungswütige, umverteilungsgeile, bevormundungs- und verbotssüchtige Truppe wie die Grünen, die ihrem Wesen nach eher einer Polit-Sekte gleicht, zur mittlerweile zweitstärksten politischen Kraft des Landes aufsteigen konnte. Denn eines steht fest: Die Stärke dieser Partei ist mehr als die bloße Schwäche ihrer Gegner. Ein Blick auf die bei dieser Wahl bestimmenden Inhalte, die „Polit-Memes“ quasi, ist als aufschlussreich: Mit weitem Abstand waren es die Themen „Klima und Umwelt“, die die Wähler am meisten beschäftigten. Deren Relevanz stieg von 20 Prozent in den Umfragen vor den letzten Europawahlen 2014 auf diesmal sagenhafte 48 Prozent. Wirtschaft, Rente, Gesundheit, Bildung – die eigentlichen Zukunftsthemen – rangieren deutlich hinter dem ubiquitären Popanz Weltklima. Und erst weit abgeschlagen dahinter, auf Platz 4, rangieren dann Themen wie Migration, Flüchtlinge und Probleme mit ungesteuerter Zuwanderung; innere Sicherheit folgt noch später. Das also sind die Gewichtungen, die ein Großteil der Deutschen politisch anlegt. So erstaunlich diese Prioritätensetzung anmutet, zumal angesichts der rundum und inzwischen täglich beunruhigenderen Entwicklung dieses Landes seit Merkels Kamikaze-Laissez-Faire von 2015, so simpel ist doch die Erklärung dafür: Die Bürger sind nicht durch eigene Auseinandersetzung zu diesen „grünen Themen“ gelangt. Erst recht nicht haben sie irgendwelche Berührungspunkte im Alltag. Niemand läuft mit Smog-Maske herum, erleidet den Hitze- oder Kältetod, verreckt an Feinstaub oder geht an der Kohleförderung jämmerlich zugrunde. Es sind Kopfthemen. Und die wurden – ganz gezielt – professionell aufs Tapet gehoben. Sie wurden „gesetzt“. Es war ein bislang nie dagewesenes Mind- und Agendasetting, das zum Gelingen des wohl genialsten Ablenkungsmanövers der jüngeren deutschen Geschichte – Wahn über Wirklichkeit – führte. Nicht nur geniale Marketingstrategien der Grünen und ihre virale Vernetzung, vor allem auch die kostenlose Schützenhilfe gleichgesinnter Überzeugungstäter unter den berufsmäßigen Multiplikatoren – Journalisten, Thinktanks, Künstler, Schriftsteller und lehrende Zunft – gewährleisteten das, was man heute „Framing“ nennt: Eine anhaltende Gehirnwäsche. „Tichys Einblick“ veröffentlichte gestern einen denkwürdigen, großartigen Artikel über die „Psychologie des grünen Erfolgs“, der das Federführen und Strippenziehen durch NGOs, Organisationen wie Greenpeace und auch den Dunstkreis des Greta-Thunberg-Braintrusts in seiner beängstigenden Effizienz ans Licht zerrte. Diese großangelegte Manipulation wird begierig von Erfüllungsgehilfen in den Redaktionsstuben aufgegriffen. Das permanente Giftgeträufele wirkt: Wer von morgens bis abends einem Dauertremolo von Katastrophenmeldungen und alarmistischen Zukunftsszenarien über Klimatod und Weltuntergangs-Countdown ausgesetzt ist, den interessieren irgendwann keine Petitessen mehr wie verantwortungslose Rentenpolitik, kollabierende Schulen, islamistische Terrorgefahr, explodierende Kriminalität in Innenstädten, grassierendes Staatsversagen oder entgrenzte Migration. Wo jede Wettervorhersage zur Kriegsberichterstattung wird, wo aus sommerlichen Hochs „Mega-Dürrewellen“ oder „gnadenlose Gluthitze“ werden und aus Regentagen „Flut-Chaos“ und „Horror-Wolkenbrüche“, wo jede Abweichung vom jahreszeitlichen Mittelwert auf das rasante Schmelzen des grönländischen Inlandeisschilds zurückgeführt werden muß, da herrscht in den Köpfen sehr bald ein perverser Ausnahmezustand, Dauer-Arousal ständiger Untergangserwartung. Vor allem bei den angstanfälligen Jüngsten der Gesellschaft. So impft man Menschen den nackten Horror ein. Und besonders gut gelingt dies natürlich in dem Land, das sowieso schon mehr als irgendein anderer Staat dieser Erde im Kampf gegen das Phantom einer behaupteten carbogenen Erderwärmung tut – hier in Deutschland. Zwar ist man nirgendwo sonst in Europa stärker auf energetische Versorgungsstabilität zur Zukunfts- und Wohlstandswahrung angewiesen – doch nirgendwo sonst arbeitet man konsequenter an der Zerstörung ebendieser Stabilität; Seien es die höchsten Energiepreise Europas, seien es die rücksichtslosesten Maßnahmen zur großflächigen Zerstörung der doch so erhaltenswerten Umwelt durch Solarparks und Windkraftanlagen, seien es fortgesetzte Angriffe auf die individuelle Reisefreiheit und Mobilität durch den schleichenden Versuch, Automobilität und Flugreisen zu ächten: Kein Leidensdruck scheint zu hoch, wenn es ums „Klima“ geht – auch und erst recht, wenn uns auf diesem Weg niemand folgen will; Russland nicht, die USA nicht, China und Indien schon gar nicht. Doch trotzig halten die Deutschen an ihrer Mission fest. Obwohl ihr Anteil am globalen Primärenergieverbrauch nur bei unter 2,3 Prozent liegt: Die Zukunft des Planeten muss, logisch, hier in Deutschland entschieden werden. Schönheitsfehler wie die Tatsache, dass ausgerechnet die USA unter der verhassten Trump-Administration der Erfüllung der von ihnen nicht einmal anerkannten Ziele des Pariser „Klimaschutzabkommens“ deutlich näher kommen als die weltverbessernden Deutschen, fallen da kleinlaut unter den Tisch. Solange sich Koma-Raute-Merkel in Harvard im Beisein Al Gores Doktorhüte aufs Haupt setzen und für ihre globale Vorreiterrolle feiern lassen kann, ist bei uns alles in Butter. Besonders anfällig für ideologischen Wahn – und am eifrigsten in seiner weiteren Verkündung – sind, wie schon zu allen Zeiten, die Jugendlichen, denen man nicht müde wird einzutrichtern, es sei ihre „Zukunft“, die hier fahrlässig vernichtet wird. Sie nehmen dies wörtlich – und fürchten nicht um ihre wirtschaftliche oder soziale, sondern ihre physische Zukunft. Ihr Überleben. Es ist eine groteske Panikmache. Und hier liegt das Problem – und die Ursache für den grünen Durchmarsch. Statt Jugendliche heute zu mündigen, kritisch denkenden Staatsbürgern mit eigener Meinung zu erziehen, verschwört sich seit vielen Jahren eine unheilige Allianz aus Lehrbetrieb, Medien und Politik, die Ängste schürt und keine objektiven Fakten vermittelt, sondern spekulative, sträflich simplifizierende Erklärungsansätze in die Hirne trichtert. Statt angesichts der verwirrenden Komplexität und der fast unmöglich modellierbaren Wechselwirkungsdichte zwischen Bevölkerungsentwicklung, Weltwirtschaft, Energieverbrauch und politischen Entscheidungsprozessen zu Sachlichkeit und Nüchternheit zu raten, ermutigen sie Schüler zum Blaumachen fürs Klima und beklatschen sie in ihrer naiven Hybris, zu glauben, einzelne Staaten und Regierungen könnten mit einem Federstrich das Weltklima von übermorgen regeln – einem allmächtigen Thermostat gleich. Im ARD-Morgenmagazin kam diese Woche eine 11jährige Schülerin zu Wort, die allen Ernstes auf die Entscheidung von Berliner Gymnasien hin, Fehlzeiten aufgrund der „Fridays-for-future“-Demos in die Zeugnisse einzutragen, zum Besten gab: „Na klar ist es kacke, wenn Unterricht ausfällt. Aber was bringen uns gute Noten, wenn wir in ein paar Jahren sowieso alle tot sind wegen dem Klima===“. Dieser haarsträubende Humbug wurde vom mikroführenden Interviewer salbungsvoll-todernst mit zustimmendem Kopfnicken bedacht. Und in den gängigen öffentlich-rechtlichen Talkshows triggern identische Verlautbarungen handverlesener Klimaschutz-Schülersprecherinnen frenetische Applausstürme des Studiopublikums – und mutmaßliche 15-Punkte-Epochalnoten ihrer mitgereisten Lehrer, die ihrem gesamten Habitus nach mehr von NVA-Jugendführungsoffizieren haben als von kritischen Pädagogen. Das Klima-Kartell leistet ganze Arbeit. Und als Resultat dieses Affentheaters dürfen wir uns dann mit aberwitzigen Wahlergebnisse von rund einem Drittel aller Jungwählerstimmen für eine Partei herumschlagen, die außer personifizierten Lebenslügen und politischer Verantwortungslosigkeit rein gar nichts zu bieten hat. Paradoxerweise wird sie von exakt jenen gewählt, die eben den Wohlstand für selbstverständlich halten, an den die Grünen rücksichtslos die Axt legen. Denn eines steht außer Frage: Grüne Prestigeprojekte wie die „Klimasteuer“ auf CO2 oder ein noch früherer Ausstieg aus fossiler Energie werden ihren Tribut zu aller erst von der Generation fordern, die dieser vermeintlich hippen Feelgood-Partei heute begeistert ihre Erststimme nachschmeißt. Wenn die Klima-Kids dereinst die ersten Stromausfälle spüren, wenn ihre E-Autos zum ersten Mal auf offener Strecke liegenbleiben oder die Solardächer ihrer klimaneutralen Nachhaltigkeitstempel im Schatten insektenschreddernder WKAs zu wenig Sonne abbekommen, werden sie schnell merken, dass ihr Strom eben doch nicht aus der Steckdose kam. Ganz abgesehen davon, dass es dem Weltklima – reagierte selbiges denn überhaupt derart monokausal auf das menschgemachte Quentchen am Spurengas Kohlendioxid – in Anbetracht von über 2700 aktiven Kohlekraftwerken, plus über 600 weiteren alleine in China aktuell im Bau befindlichen, doch herzlich gleichgültig sein dürfte, ob Deutschland energiepolitisch aast – oder sich aus freien Stücken in die Steinzeit zurückdemontiert.

@jouwatch

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