Liebe über Parteigrenzen hinweg ist offenbar doch möglich: Caroline Bosbach (CDU) und Oliver Strank (SPD) sind ein Paar. Vater Wolfgang Bosbach, bis 2017 Bundestagsabgeordneter für die CDU, nimmt es mit Humor.
„Bahnt sich da eine Große Koalition im Kleinen an”, fragte schon im vergangenen Oktober die „Frankfurter Neue Presse”. Gemeint waren der Frankfurter SPD-Politiker Oliver Strank und die Tochter des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach, Caroline Bosbach. Was vor einem knappen Jahr noch Spekulation war, ist heute Gewissheit: Die beiden sind ein Paar.
Darüber, wie ihr Vater mit ihrem sozialdemokratischen Kavalier zurechtkommt, sprach die 29-Jährige in einem Interview mit der Zeitschrift „Gala“.
Generell habe es ein Mann zwar nicht schwer bei Vater Bosbach, wenn er aber Sozialdemokrat sei, habe er die eine oder andere Hürde zu überwinden, so Caroline Bosbach.
„Papa hat am Anfang seine Sprüche gemacht. Er wies mich vorsorglich darauf hin, dass sich ‚Genossen ja eigentlich nicht vermehren sollen‘. Und als Oliver das erste Mal bei uns war, sagte er: ‚Du weißt, dass der im Garten bleiben muss?'“
Trotz unterschiedlichen politischen Ausrichtungen hätten Wolfgang Bosbach und Oliver Strank auch einiges gemeinsam. „Beide sind Rechtsanwälte und Politiker, beide lieben Fußball. Da haben sie schon eine Kommunikationsebene.“
Kennengelernt hatte sich das Paar auf einer Veranstaltung von Wolfgang Bosbach.
Bei der hessischen Landtagswahl unterstützte die überzeugte Christdemokratin Caroline Bosbach den amtierenden Ministerpräsidenten im Wahlkampf, während Sozialdemokrat Oliver Strank für Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel Haustürwahlkampf in Frankfurt machte. Strank ist stellvertretender Vorsitzender der Frankfurter SPD und gilt als Hoffnungsträger. Der 40-Jährige hatte 2017 nur knapp den Einzug in den Bundestag verpasst, 2021 will er es erneut versuchen. Strank gehört zum rechten Parteiflügel, dem sogenannten „Nieder Kreis“.
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