Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich über die jüngste Nato-Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron empört gezeigt. Dies sei „inakzeptabel“, sagte Erdogan nach dem Treffen mit dem US-Präsidenten Donald Trump in Washington.
Zuvor hatte Macron in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Economist“ den Zustand der Allianz als „Hirntod“ bezeichnet und die fehlende Planung und Koordinierung zwischen den Partnern innerhalb der Nato scharf kritisiert. Als Beispiel führte er die türkische Offensive in Nordsyrien an, die nach den Verhandlungen zwischen den Präsidenten der USA und der Türkei begonnen wurde.
„Unzulässig“, zitiert das Weiße Haus Erdogans Worte.
Laut Trump ist Erdogan sehr enttäuscht von Macrons Erklärung. „Ich denke, dies hat den Präsidenten Erdogan sehr beunruhigt“, fügte Trump hinzu.
Er betonte, dass die Zusammenkunft mit Erdogan gut verlaufen sei. Die beiden Staatschefs hätten die Lage an der türkisch-syrischen Grenze sowie Erdöl und Handel besprochen.
Am Dienstag hat Macron im Pariser Friedensforum nach der scharfen Kritik an seinen Äußerungen zum „Hirntod“ der Nato nachgelegt. Er warf den Kritikern „Zimperlichkeit und Scheinheiligkeit“ vor.
„Wir brauchen die Wahrheit. Zimperlichkeit und Scheinheiligkeit funktionieren nicht“, zitierte die französische Zeitung „Le Monde“ Macron.
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