Ein schweres Erdbeben hat in Taiwan einen tödlichen Brand ausgelöst. Durch das Feuer sei am Montag in Taipeh ein Mann ums Leben gekommen. Eine Person wurde verletzt, wie Feuerwehr und örtliche Medien berichteten.
Das Beben der Stärke 6,6 hatte mehrere Gebäude in der taiwanischen Hauptstadt ins Wanken gebracht. Eine Tsunami-Warnung für einige japanische Inseln wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.
Stärke von 6,6
Nach Angaben der amerikanischen Erdbebenwarte (USGS) hatte das Erdbeben eine Stärke von 6,6 in 30 Kilometer Tiefe. Es ereignete sich demnach 71 Kilometer östlich der taiwanischen Stadt Hualien.
Das Erdbeben habe die Explosion eines Stromkastens verursacht, teilte die Feuerwehr von Taipeh mit. Dadurch sei ein vierstöckiges Gebäude in Brand geraten. Bei dem Vorfall sei ein älterer Mann ums Leben gekommen. Ein Bewohner wurde laut örtlichen Medien ins Spital gebracht.
Video: https://youtu.be/quGTYWGy2Z8
Zunächst Tsunami-Warnung
Für einige japanische Inseln wurde nach dem Beben eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Der staatliche japanische Radiosender NHK berichtete, eine bis zu einem Meter hohe Flutwelle könne einige der Okinawa-Inseln im Süden des Landes erreichen. Eine Stunde nach dem Beben hob der japanische Wetterdienst die Tsunami-Warnung jedoch wieder auf.
Die japanische Regierung teilte in Tokio mit, sie sammele derzeit noch Informationen über mögliche Folgen des Bebens. Anscheinend habe es aber keine schweren Schäden angerichtet.
In Japan ereignen sich mehr als ein Fünftel der schwersten Erdbeben der Welt. Strenge Bauvorschriften und Routine im Umgang mit den Erderschütterungen verhindern aber meist schwerere Schäden.
Am 11. März 2011 waren bei einem Beben der Stärke 9,0 und einem anschliessenden Tsunami im Nordosten Japans mehr als 18’000 Personen ums Leben gekommen.
Video: https://youtu.be/sV2pspvx3vk
Übersicht der europäischen Erdbebenwarte EMSC aller Erdbeben am Montag ab 4+ in der Magnitude:
Literatur:
Naturgewalten. Vulkane, Erdbeben, Wetterextreme von Robert Dinwiddie
Erdbeben von Götz Schneider
Quellen: PRAVDA TV/EMSC/nzz.ch vom 20.04.2015





