Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie zu starke Abhängigkeiten in Lieferketten möglichst reduzieren. Das sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Freitag.
„Es wird selbstverständlich keine staatlichen Verpflichtungen an die Unternehmen geben, Lieferketten neu oder anders zu organisieren. Das liegt in der Verantwortung von Unternehmen und wird auch künftig so bleiben“, betonte sie.
Lieferketten diversifizieren
Internationale Lieferketten müssten aber diversifiziert werden, sagte Altmaier dem „Spiegel“. „Bei künftigen Pandemien müssen wir so vorbereitet sein, dass nicht rund um den Globus die Wirtschaft der Länder runtergefahren werden muss“, so der CDU-Politiker.
„Wenn man bei einem Vorprodukt zu 100 Prozent von Importen abhängig ist, die beispielsweise nur aus einer bestimmten Stadt kommen, nehmen wir mal Shanghai, dann muss diese einseitige Abhängigkeit verringert werden.“ Das bedeute aber nicht, dass künftig alles in Deutschland produziert werden müsse.
Konzerne mit Problemen konfrontiert
Viele Industriebetriebe haben wegen logistischer Probleme im Zuge der Corona-Krise Schwierigkeiten, alle notwendigen Teile für ihre Produkte rechtzeitig zu beziehen. Zudem ist Deutschland bei medizinischen Gütern stark auf Lieferanten in Asien angewiesen.
am/jeg/reuters



