Das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ ist im sizilianischen Porto Empedocle eingelaufen. Dies teilte die Organisation am Sonntag auf Twitter mit.
An Bord befinden sich demzufolge 211 Migranten. Sie würden nach medizinischer Untersuchung auf die Fähre „Moby Zazá” gebracht, um dort in eine vorsorgliche Quarantäne im Hafen zu gehen.
„Die Verteilung auf EU-Staaten muss unverzüglich nachfolgen.“
Die Migranten waren laut einem früheren Bericht der Organisation zwischen Mittwoch und Freitag von drei verschiedenen Booten gerettet worden. Das Rettungsschiff war auf der Suche nach einem sicheren Hafen gewesen.
Schwierigkeiten wegen Corona
Italien und Malta hatten sich während der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Zuletzt waren Rettungsschiffe mit Migranten erst nach längeren Verhandlungen und nach einer Corona-Quarantäne auf Schiffen an Land gelassen worden. Trotz Pandemie brechen Migranten von Libyen in Richtung Europa auf.
Menschenrechtsorganisationen üben Kritik daran, dass die Menschen auch mit Hilfe der EU zurück ins Bürgerkriegsland Libyen gebracht werden, wo ihnen schwerste Misshandlungen drohen.
Ende Juni 2019 war die „Sea-Watch 3“ mit der Kapitänin Carola Rackete ohne Erlaubnis mit Dutzenden Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa gefahren. Der Streit mit dem damaligen Innenminister Matteo Salvini machte international Schlagzeilen.
Coronavirus
Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.
Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 8,8 Millionen Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 465.826 Todesopfer registriert.
mo/mt/dpa



