StartGesellschaftFlüchtlingeUS-Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Corona-Gefahr: Richterin ordnet Freilassung von Kindern an

US-Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Corona-Gefahr: Richterin ordnet Freilassung von Kindern an

Die US-Bundesrichterin in Los-Angeles (Bundesstaat Kalifornien), Dolly M. Gee, hat die Freilassung von Flüchtlingskindern, die sich wegen des Corona-Ausbruchs in drei Aufenthaltszentren befinden, bis zum 17. Juli angeordnet. Darüber schreibt „The New York Times“ unter Verweis auf Gerichtsentscheidung am Freitag.

Es wird darauf hingewiesen, dass die entsprechende Anordnung die Kinder betrifft, die sich mehr als 20 Tage in den Zentren aufhalten, die von der US-amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement, ICE) verwaltet werden. Zwei davon haben ihren Standort im US-Bundesstaats Texas, ein weiteres befindet sich in Pennsylvania. Mit Stand vom 8. Juni sollen sich dort 124 Kinder aufhalten.

Die Richterin hat zudem die Trump-Administration für die unsachgemäße Verfolgung von Hinweisen der Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (Centers for Disease Control and Prevention, CDC) bezüglich der Vorbeugungsmaßnahmen gegen den Coronavirus-Ausbruch kritisiert. 

Infolgedessen ordnete die Richterin an, dass die ICE die Kinder entweder mit ihren Eltern oder einem Vormund unter Einwilligung der Eltern unverzüglich freizulassen hat.

„Die Familien-Wohnzentren stehen in Flammen, und es ist nicht die Zeit für halbherzige Maßnahmen“, sagte die Richterin. 

Laut der Zeitung sei Coronavirus bei rund 2500 Migranten, die sich in den ICE-Aufnahmezentren aufhalten, registriert worden. 

USA verzeichnen Corona-Rekord 

Die Zahl der mit dem Coronavirus-Infizierten in den Vereinigten Staaten ist am Freitag auf 45.242 gestiegen, was den größten Infektionsanstieg an einem Tag bedeutet. Nach Informationen der Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore liegt die Zahl der Todesfälle bei Patienten mit Covid-19 über 125.000. Den Angaben der Universität zufolge wurden in den USA insgesamt 2.467.510 Fälle registriert. Genesen sind 663.000 Menschen. 

ao/sb/sna

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