Der Bundesaußenminister Heiko Maas hat vor dem UN-Sicherheitsrat einen stärkeren Fokus auf die Bekämpfung von Konflikten infolge des Klimawandels gefordert.
Laut Maas würden sich die Veränderungen durch den Klimawandel schon bald auf jeden Konflikt auswirken – das sehe man heute bereits in der Sahel-Region, im Pazifik oder der Karibik.
Darum müssten die Vereinten Nationen „so bald wie möglich einen Sonderbeauftragten für Klima und Sicherheit ernennen“, sagte Maas im Zuge einer virtuellen Sitzung des UN-Sicherheitsrates.
Deutschland wolle zusammen mit Partnerländern eine Sachverständigengruppe für Klima und Sicherheit berufen.
„Unser Ziel ist es, dieses Thema zum festen Bestandteil der Arbeit des Sicherheitsrates zu machen – und zwar ein für alle Mal. Die Zeit der diplomatischen Geduld ist abgelaufen“, sagte Maas.
Eigentlich hatte Berlin gehofft, an diesem Freitag eine Resolution zur Einsetzung eines UN-Frühwarnsystems für Klimawandel-bedingte Konflikte verabschieden zu können. Dies verhinderte die Vetomacht USA.
Deutschland übt ab Juli Vorsitz in UN und EU aus
Ab 1. Juli hatte Deutschland den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat und gleichzeitig die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernommen. Im UN-Sicherheitsrat ist Deutschland seit Anfang 2019 für zwei Jahre Mitglied und hatte zum zweiten Mal für einen Monat den Vorsitz übernommen.
ac/mt/dpa



